Aktuell ist vieles anders – das betrifft auch die Berufsinformationstage in Kitzingen, die seit vielen Jahren im Januar stattfinden. Stattfinden werden sie auch 2021, allerdings in digitaler Form. Der virtuelle Hangar lädt vom 5. bis 12. Februar zur Berufsorientierung der etwas anderen Art ein.

Ohne Zweifel: Sowohl die Aussteller als auch die Organisatoren aus Stadt und Landkreis Kitzingen und erst recht die Besucher (Schüler, Lehrer und Eltern) hätten sich lieber eine „echte“ Berufsbörse gewünscht. Claudia Biebl von der Stadt Kitzingen ist jedoch froh, dass bereits im Sommer die Entscheidung getroffen wurde, die Börse auf neue, digitale Beine zu stellen. „Hätten wir gutgläubig eine Vor-Ort-Messe geplant, müssten wir diese jetzt absagen.“ Bedingt durch die Corona-Pandemie sind Vor-Ort-Veranstaltungen jeglicher Art aktuell nicht möglich.

Durch das zeitige Planen sei es jedoch gelungen, in Kitzingen ein absolut zeitgemäßes und modernes Alternativprogramm zu bieten, versichert Biebl. Wichtig sei allen Beteiligten von Anfang an gewesen, dass es auch 2021 eine Plattform für junge Menschen geben muss, auf der sie sich informieren können, welche Wege ihnen nach der Schule offen stehen – und das sind viele, wirft man einen Blick auf die Anzahl an möglichen Weiterbildungen, Ausbildungen und Studiengänge. Biebl betont auch, dass es für die hiesigen Betriebe gerade in Bezug auf Nachwuchsmangel wichtig sei, bei jungen Menschen auf sich aufmerksam zu machen.

60 Aussteller präsentieren sich

Mit der digitalen Version der Berufsinformationstage betritt die Stadt Neuland. Dementsprechend groß war auch der Organisationsaufwand im Vorfeld. Jetzt aber steht die virtuelle Messehalle – und ca. 60 Stände sind besetzt. Zwar sind das rund 20 Aussteller weniger als im vergangenen Jahr, aber Claudia Biebl ist dennoch zufrieden. Einigen kleinen Betrieben hätte die Manpower gefehlt, dafür seien aber die Handwerkskammern alle vertreten und könnten umfassend informieren. Acht Tage lang – von Freitag, 5. Februar bis Freitag, 12. Februar, ist die Seite www.bit-kt.kitzingen.info allen interessierten Schülern und Eltern öffentlich zugänglich – und das natürlich rund um die Uhr. Beim Klick auf die Homepage betreten sie den virtuellen Hangar und haben von dort aus die Chance, sich in drei Messehallen umzuschauen: Handwerk & Handel warten hinter der ersten Tür, Dienstleistung & schulische Ausbildung stecken in Halle 2 und im dritten Bereich macht sich die Industrie breit.

Jede Firma beziehungsweise jede Organisation hat einen eigenen Messestand, der mit einem Klick auf deren Logo betreten wird. Was die Besucher dort erwartet, hängt ganz vom Aussteller ab. Flyer werden dort zu finden sein, das ein oder andere Video und bei einigen auch ein Live-Chat. Bei der Stadt Kitzingen zum Beispiel wird es die Funktion „Frag Nico“ geben, bei der die Schüler deren aktuellen Auszubildenden Nico löchern dürfen.

Rahmenprogramm

Neben der individuellen Präsentation der einzelnen Aussteller gibt es auch allgemeine Infos, die im Laufe der Woche auch noch ergänzt werden. So sind zum Beispiel Videos geplant mit Tipps zur richtigen Bewerbung oder ein Coaching fürs Bewerbungsgespräch. In der virtuellen Lounge können Schüler auf einer Videoleinwand das Eröffnungsvideo der Berufsinformationstage sehen, das Oberbürgermeister Stefan Güntner und Landrätin Tamara Bischof am Freitag, 5. Februar, aufnehmen werden. Ein fester Programmpunkt wird auch die Chatfunktion am Freitag, 12. Januar, sein. Dann ist von 9 bis 16 Uhr an allen Ständen ein direkter Live-Kontakt möglich.

Air Pods Pro zu gewinnen

Wie sonst auch, wurden alle Schulen in der Region über die virtuelle Version der Berufsbörse informiert. Über die Lehrer sollen gezielt Einladungen an die Schüler ausgesprochen und Ticket-Codes verteilt werden. „Das ist als zusätzlicher Anreiz für die Jugendlichen gedacht“, erklärt Biebl. Registrieren sich die Schüler online mit der Nummer landen sie in einem Lostopf und haben am Ende die Chance, eine von drei Apple Air Pods Pro zu gewinnen.