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Kitzingen

Leserforum: Aufpassen, dass das Mühlbergviertel nicht ausblutet

Zum Artikel „Ärztehaus statt Parkplätze?“ vom 27. Juni erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:
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Zum Artikel „Ärztehaus statt Parkplätze?“ vom 27. Juni erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:

Mir stellen sich einige Fragen: Wem ist damit gedient, wenn erneut 50 stark frequentierte öffentliche Parkplätze geopfert werden, bevor man Alternativen geschaffen und/oder den ÖPNV im Stadtgebiet ausgebaut hat?

Wenn theoretisch der gesamte Platz mit einem Ärztehaus überbaut werden könnte, warum kann die Norma nicht erweitert werden?

Braucht Kitzingen tatsächlich ein Ärztehaus in der Innenstadt? Ich zähle bereits 16 Arztpraxen und vier Apotheken und schätze die ärztliche Versorgung damit als recht gut ein. Und woher sollen die Ärzte kommen? Schon das neue Ärztehaus in der Siedlung findet keine Interessenten. Zudem herrscht bekannterweise Ärztemangel in den  Kommunen.

Doch beim geplanten Objekt im Schwalbenhof geht es um Verlagerung: Praxis Brohm möchte sich verändern, ebenso Apotheker Müller. Für das Mühlbergviertel wäre der Weggang der Apotheke in der Moltkestraße, die sich meistens eines starken Besucherandrangs erfreut, ein herber Verlust. Zuerst der Metzger, dann der Bäcker, nun auch noch die Apotheke. Der Stadtrat sollte im Auge behalten, dass das Mühlbergviertel nicht ausblutet.

Stichwort Klimawandel: Kitzingen hält bereits den traurigen Rekord in Punkto Flächenversiegelung (Spitzenreiter in Unterfranken). Der Schwalbenhof ist eine der wenigen Flächen, die nicht vollversiegelt ist. Ich möchte dazu auffordern, einmal mit wachem Blick die Schönheit des Schwalbenhofes zu entdecken. Trotz der Stellplätze sorgen die alte Stadtmauer, elf (!) große Bäume sowie eine gepflegte Hecke für viel Atmosphäre.

Aus diesem Platz könnte auch ein wahres Kleinod werden: MEHR Grün in der Stadt muss die Marschrichtung sein – nicht weniger. Jeder Baum trägt zur Lockerung des Erdreiches und zum Herunterkühlen der Außentemperatur bei. Erhalten wir den Platz und diese Bäume – dem Klima und der Aufenthaltsqualität in Kitzingen zuliebe!

Eva Trapp
97318 Kitzingen