Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat in seiner jüngsten Sitzung den endgültigen finanziellen und baulichen Startschuss für den Neubau des Staatsarchivs Würzburg am Standort Kitzingen gegeben. Das teilte der mainfränkische SPD-Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib mit, der sowohl dem Haushalts- wie dem Wissenschaftsausschuss des Landtags angehört.

Wegen des laufenden Vergabeverfahrens erfolgte der Beschluss in nichtöffentlicher Sitzung. Bereits am 19. Mai 2021 hat der Landtag die Projektunterlagen für den Bau auf dem Kitzinger Deustergelände freigegeben. Unmittelbar vor der Beauftragung des Bauunternehmens hat der Landtag nun heute die Gesamtkosten genehmigt und den bisherigen Planungstitel in einen Bautitel umgewandelt. Bereits weit fortgeschritten ist die Herstellung des Baufeldes am bautechnisch schwierigen Untergrund des Deustergeländes in Kitzingen, das bis Januar 2023 abgeschlossen sein wird.

Lange strittige Diskussion über Standort

Halbleib erinnerte an die langen strittigen Diskussionen um den Standort des neuen Staatsarchivs. Eine andere Behördenverlagerungen hätte Kitzingen mehr Chancen ermöglicht und den Archivverbund in Würzburg nicht geschwächt. Jetzt gehe es aber darum, das Bauvorhaben schnellstmöglich zu realisieren. "Die Errichtung des Museums für Franken hängt vom zügigen Umzug des Staatsarchivs vom bisherigen Standort auf der Festung Marienberg in Würzburg ab. Hier haben wir sehr viel Zeit verloren, der Eröffnungszeitpunkt wurde mehrmals verschoben, zuletzt auf das Jahr 2032." Deswegen, so Halbleib, dürfe es jetzt nicht mehr zu weiteren Verzögerungen kommen und die Fertigstellung des Archivs bis Mitte Dezember 2025 sichergestellt werden.

Das neue Staatsarchiv soll als zertifiziertes Passivhaus errichtet werden, die Wärmeversorgung durch Erdwärme erfolgen, ergänzt durch eine 80-kWp Photovoltaik-Anlage auf den extensiv begrünten Dach, so die Meldung abschließend.

Vorschaubild: © Hans-Joachim Wuthenow, Berlin