Die Corona-Pandemie und ihre Folgen für den Sport zog sich wie ein roter Faden durch die Jahresversammlung des VfL Kleinlangheim. In allen Sportarten mussten die Spielrunden abgebrochen werden und auch derzeit stehen Spiele und ganze Runden auf dem Spiel wegen aktuell zunehmender Positiv-Testungen. Auch die Jahresversammlung litt unter Corona, denn die Ehrung langjähriger Mitglieder wurde auf nächstes Jahr verschoben. "Corona hat alle erwischt und besonders den VfL", erklärte Bürgermeisterin Gerlinde Stier.

Die Vorsitzende Erika Schulz ging auf die Sanierungsarbeiten im Jahresverlauf im Sportheim ein und bezifferte den leicht gesunkenen Mitgliederstand auf 559 Personen. Kassier Sven Radler legte die finanzielle Lage des Vereins dar und wies für 2019 ein vierstelliges Minus für das Jahr 2019 aus. Er identifizierte den Sportheimbetrieb als größten Einnahmeposten und auch das Weinfest tat der Vereinskasse gut.

Das Aushängeschild des Vereins sind die Korbballdamen in der 1. Bundesliga. Ob und wann Deutschlands höchste Spielklasse die nächste Runde beginnt, werde laut Erika Schulz erst in ein paar Wochen entschieden. Derweil sei die Runde in den hiesigen Breiten abgesagt worden.

Kevin Fischer will nicht mehr kandidieren

Tischtennis-Abteilungsleiter Ralf Braun hob die Bilanz von Peter Fürst hervor, der 71-Jährige habe mit neun Siegen bei drei Niederlagen gute Leistungen gezeigt. Derweil konnte die Abteilung keine Jugendmannschaft mehr melden und hat auch keine einheimischen Jugendlichen mehr im Spielbetrieb. In der laufenden Runde hätten auch die zwei Aktiven-Mannschaften wegen der Corona-Beschränkungen zurückgezogen.

Jugendleiter und Sportleiter Kevin Fischer kündigte an, bei den Neuwahlen im kommenden Jahr nicht mehr als Sportleiter und stellvertretender Vorsitzender zu kandidieren, denn vier Ämter seien zu viel. Er könne dem Aktiven-Trainer Markus Golombek kaum noch eine Hilfe sein, weil er Familie und mehrere Posten nicht mehr unter einen Hut bekomme. Doch als Besitzer stehe er noch zur Verfügung und werde der Fußballjugend weiter treu bleiben. "Ich bin sehr stolz darauf, dass unsere Jungs viel dazu beitragen, die Jungs mit Migrationshintergrund zu integrieren", sagte Aktiven-Trainer Markus Golombek zum Geschehen in der zweiten Mannschaft.

Auf Instagram und Facebook vertreten

Auch die erste Mannschaft in der SG Großlangheim/Kleinlangheim steht mit Platz drei ordentlich da und hofft auf Schützenhilfe, um doch noch in den Kampf um die Aufstiegsplätze eingreifen zu können. Markus Golombek informierte dass die Fußballer jetzt auf Instagram (sg-klein_grosslangheim) und Facebook (sg-info-Gruppe) mit Infos und Videos präsent seien. Golombek würdigte das Sponsoring mehrere Firmen, wodurch die Kicker jetzt mehrfach neu eingekleidet werden konnten. Kevin Fischer lobte den Trainer, der in der Corona-Zeit auf sein Trainergehalt verzichtet hatte, was den Kickern in Form von neuen Jacken zugute kam. Kevin Fischer honorierte das Engagement von Gerhard Brunner zu Fußballübertragungen und des Platzwarts Stefan Golombek.   

"Wenn Corona vorbei ist, dann müsst ihr wieder voll loslegen", forderte Gerlinde Stier die Verantwortlichen und Mitglieder auf. "Ich fürchte mich schon vor dem nächsten Jahr, was dann finanziell alles zu Tage kommt", sagte die Bürgermeisterin, fallen heuer doch viele Veranstaltungen und damit Einnahmen weg. Sie würdigte alle Verantwortlichen und stillen Helfer. "Eine Gemeinde ohne Sportverein wäre nichts", betonte Gerlinde Stier und stufte den Verein als wichtig für die Attraktivität der Gemeinde ein.