Auf ein "anstrengendes Jahr mit nicht gekannten Herausforderungen" blickte Kleinlangheims Bürgermeisterin Gerlinde Stier in der letzten Ratssitzung 2020 am Dienstagabend im Sportheim zurück.  Trotz Corona-Pandemie sei viel geleistet und einiges auf den Weg gebracht worden,  freute sich Stier.

"Die geplanten Baumaßnahmen konnten durchgeführt werden", machte Stier deutlich. So zum Beispiel der Außenbereich des Kindergartens durch den Bauhof, die energetische Teilsanierung der Grundschule mit Erneuerung von Decken, Fenster und Türen. Im Schleifweg erfolgte die Generalsanierung von Wasser und Abwasser und aller anderen Versorgungsleitungen trotz fehlerhafter Leitungspläne, die aufwendige Umlegungsarbeiten notwendig machten.

Nahezu abgeschlossen ist die Umgestaltung des Außenbereichs der ehemaligen Schule und des Feuerwehrbereichs im Zuge der Dorferneuerung im Ortsteil Atzhausen. Viele kleinere Maßnahmen wurden durch die Mitarbeiter des Bauhofs erledigt, zu denen auch die Erneuerung von Fußbrücken, Beseitigung von Biberschäden oder Arbeiten in der Kirchenburg gehörten. "Die Leute vom Bauhof sind sehr motiviert, leisten sehr gute Arbeit", lobte die Bürgermeisterin.

Die Entwicklung des Baugebiets Am Graben

Breiten Raum nahm in den Ausführungen die Entwicklung des Baugebiets Am Graben ein, für das Gutachten und eine neue wasserrechtliche Genehmigung aufgrund eines Normenkontrollantrags notwendig wurden. "Die Gemeinde hat deshalb den Versuch unternommen, mit den Gegnern des Baugebiets ins Gespräch zu kommen, um Einvernehmen zu erzielen, ein gemeinsames Gespräch wurde von der Gegenseite abgelehnt", berichtete Stier. Parallel dazu wurde ein zweistufiges Planverfahren auf den Weg gebracht.

Mich persönlich macht sehr traurig, dass einzelne die Entwicklung unserer Gemeinde blockieren.
Gerlinde Stier, Kleinlangheims Bürgermeisterin

Weitere Steine seien der Gemeinde in den Weg gelegt worden, wie zum Beispiel eine Beschwerde beim Bund der Steuerzahler gegen das Baugebiet, was zusätzliche Arbeit für Verwaltung, Anwalts- und Planungsbüro bedeutete. Daneben gingen anonyme Schreiben gegen das Baugebiet im Rathaus ein, aktuell liege noch eine Petition einer Einzelperson beim bayrischen Landtag gegen das Baugebiet vor. "Zum Thema Baugebiet Am Graben macht mich persönlich sehr traurig, dass einzelne die Entwicklung unserer Gemeinde blockieren und junge Bürger ausgebremst werden, mehr als zwei Drittel der Bauplätze sind schon reserviert, wir haben seit Jahren keinen einzigen Bauplatz mehr".

Manche Aufgaben können nicht aufgeschoben werden

Beim Ausblick auf 2021 nannte die Bürgermeisterin Kanal- und Wasserleitungssanierung in Bahnhofstraße und Pfarrgasse bis zur Hauptstraße mit Straßenausbau und Erneuerung der Gehwege im Zuge der Dorferneuerung. Weitere größere Brocken sind die Fertigstellung der Baumaßnahmen im Schleifweg und der Beginn der Erschließung des Baugebiets Am Graben.

Als längerfristige große Aufgaben nannte sie den Anschluss an die Kläranlage Schwarzacher Becken, weitere Sanierungen des Kanalsystems und der Wasserleitung, Maßnahmen der Dorferneuerung und die Erschließung des Baugebiets Am Graben. Das alles auch unter dem Aspekt der finanziellen Belastung für die Gemeinde, "aber manche Aufgaben können nicht aufgeschoben werden".

Ehrenamtliche sind starke Stütze des Dorflebens

In ihren Dankesworten machte die Bürgermeisterin deutlich, "wie wichtig das ehrenamtliche Engagement für den Umgang mit einander ist, die Ehrenamtlichen sind eine starke Stütze unseres Dorflebens". Ihr Dank galt auch den Ratsmitgliedern, "die sehr engagiert mitarbeiten".

Ihr Stellvertreter Dieter Zeller  bedankte sich mit Blumen und herzlichen Worten für den großen Einsatz der Bürgermeisterin, die nicht nur die Sorgen der Bürger kenne, sondern sich auch in vielfältiger Weise für das Zusammenleben im Dorf engagiere.