Kitzinger haben Hunger auf Süßes
Autor: kri
Kitzingen, Donnerstag, 25. Januar 2018
35 Sattelschlepper voll mit Schokolade: So groß ist der Hunger auf Süßes im Landkreis Kitzingen pro Jahr.
35 Sattelschlepper voll mit Schokolade: So groß ist der Hunger auf Süßes im Landkreis Kitzingen pro Jahr. Von der Tafel über die Praline bis zum Riegel: 850 Tonnen Schokolade aßen die Menschen hier zuletzt rein statistisch – gut 9,5 Kilo pro Kopf. Beim Käse waren es 2190 Tonnen – 24,5 Kilo pro Einwohner. Und beim Bier wurden 93 000 Hektoliter im Jahr getrunken (104 Liter pro Kopf). Schokolade, Käse, Bier – nur drei Beispiele, die zeigen, welche Bedeutung Lebensmittelindustrie und -handwerk haben, sagt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).
Rund 1150 Arbeitsplätze hängen im Kreis Kitzingen laut Arbeitsagentur an der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln. „Die Branche ist aber nicht nur regional ein Schwergewicht. Nimmt man den Umsatz, ist sie der drittgrößte Industriezweig in Deutschland – ein Großteil der Produktion geht in den Export und schafft es damit auf die internationalen Teller“, sagt Ibo Ocak von der NGG Unterfranken. So seien Hersteller aus der Region auch regelmäßig auf der Grünen Woche – der weltgrößten Agrar- und Verbrauchermesse – in Berlin präsent.
1#googleAds#100x100Neue Food-Trends wie gluten- oder laktosefreies Essen seien eine Herausforderung auch für die heimische Ernährungswirtschaft, so Ocak. Die sei gut aufgestellt und belege bei Produktions- und Hygienestandards weltweit einen Spitzenplatz. „Kaum irgendwo ist die Lebensmittelsicherheit höher als bei uns“, sagt der Geschäftsführer der NGG Unterfranken. Voraussetzung für gutes Essen und Trinken sei jedoch, dass dieses fair produziert werde – angefangen vom Anbau der Zutaten bis hin zu den Arbeitsbedingungen in der Verarbeitung.
An die Verbraucher appelliert die NGG daher, nicht nur auf den Preis zu achten. „Gute Lebensmittel sollten den Menschen beim Einkauf etwas wert sein. Gleichzeitig können sie damit die heimische Wirtschaft stärken – und beim Essen auch noch ein gutes Gewissen haben.“