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Kitzingen: Kellerei-Zulieferer Carl Klein insolvent - 32 Mitarbeiter


Autor: Riccarda Rascher

Kitzingen, Donnerstag, 09. Juli 2026

Die traditionsreiche Carl Klein GmbH aus Kitzingen steckt in der Insolvenz. Das Unternehmen plant eine Neuausrichtung.
Die traditionsreiche Carl Klein GmbH aus Kitzingen ist ein bedeutender Zulieferer für Kellereien und Brennereien. (Symbolbild)


Das Amtsgericht Würzburg hat am 1. Juli 2026 das vorläufige Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung für die Carl Klein GmbH mit Sitz in Kitzingen angeordnet, wie in den Insolvenzbekanntmachungen zu lesen ist. Das Unternehmen besteht bereits seit 1918 und steht laut firmeneigener Webseite seit vier Generationen für qualitativ hochwertige Kellerei- und Brennereiartikel. Geschäftsführer Thorsten Klein betont gegenüber Bild, dass die Sanierung im Fokus steht: "Das Ziel ist es, dass wir die Firma wirtschaftlich sanieren und so viele Arbeitsplätze wie möglich erhalten können."

Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten hätten ihre Ursache nicht nur im Unternehmen selbst. Die gesamte Branche stehe unter Druck: Steigende Kosten für Energie und Transport belasteten Winzerbetriebe erheblich. Dies sei auch der Grund für die Insolvenz der GmbH gibt der Geschäftsführer an. Immer mehr Betriebe reduzieren ihre Rebflächen, wodurch die Nachfrage nach Produkten rund um die Weinproduktion sinkt. Nicht nur die Weinbranche hat Schwierigkeiten, auch fränkische Brauereien bangen um ihre Zukunft.

Insolvente Carl Klein GmbH aus Kitzingen reduziert Sortiment 

Die Carl Klein GmbH bietet ein umfangreiches Sortiment für Kellereien und Brennereien an. Dazu zählen unter anderem:

  • Flaschen in zahlreichen Formen und Farben
  • Verschlüsse und Behälter
  • Maschinen für die Verarbeitung

Um wirtschaftlich wieder auf Kurs zu kommen, plant das Unternehmen eine strategische Neuausrichtung. Klein zu Bild: "Wir müssen uns auf dem Markt neu aufstellen, werden Produkte aus dem Sortiment nehmen, die nicht genug nachgefragt werden." Demnach bietet der Händler derzeit rund 200 verschiedene Flaschenvarianten an - zu viele, um effizient wirtschaften zu können. Nicht ausreichend nachgefragte Produkte sollen daher künftig aus dem Angebot gestrichen werden.

32 Mitarbeiter betroffen

Von der Insolvenz seien insgesamt 32 Mitarbeiter betroffen, wie Bild berichtet. Für sie gebe es jedoch zunächst Sicherheit: Die Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit für die kommenden drei Monate abgesichert. Der Geschäftsbetrieb laufe derzeit uneingeschränkt weiter, auch die Winzerhalle bleibt in Betrieb. Mehr Nachrichten aus Kitzingen und Umgebung findest du in unserem Lokalressort.