Die Jahreshauptversammlung der Wiesenbronner Freiwilligen Feuerwehr am Samstagabend im Feuerwehrgerätehaus war eine Demonstration der Stärke. Das zeigte sich bei den geschlossenen Reihen der Aktiven, der Jugendfeuerwehr und bei der Kinderfeuerwehr als Grundlage für künftigen Nachwuchs.

Einigkeit wurde auch bei den Vorstandsneuwahlen des Feuerwehrvereins demonstriert, die ohne Gegenstimmen über die Bühne gingen: Neue Vorsitzende ist Katharina Trabert, ihr Stellvertreter heißt Gerhard Stenger. Die Kassengeschäfte führt nun Susanne Hein, und für das Protokoll ist wie bisher Juliane Ackermann zuständig.

Zum erweiterten Vorstandsgremium gehören die beiden Kommandanten, Vertreter der Jugend und Thomas Klein, Max Gebert und Fabio Kirch als Beisitzer. Neue Revisoren sind Fritz Ackermann und Theo Paul.

Rückblick auf zwei Jahre in Corona-Zeiten

Die bisherige Vorsitzende Doris Paul freute sich über den sehr guten Besuch der Versammlung: "Es ist schön und angenehm, wieder einmal in großer Runde zusammen zu sein." Sie bezeichnete die Aktiven als "wichtigste Leute im Dorf". In ihrem Bericht für die Zeit seit der Jahreshauptversammlung im Februar 2020 machte sie deutlich, wie sehr die Pandemie das normale Leben belastet und einschränkt habe, da zum Beispiel traditionelle Festivitäten und Veranstaltungen, bei denen auch die Feuerwehr involviert ist, nicht stattfinden konnten.

Sie ging auf den Mitgliederzuwachs, die Installation neuer Schränke im Gerätehaus, die Anschaffung neuer Warnwesten und neuer Garnituren und eines Getränkekühlschranks ein.

Kontaktbeschränkungen erschwerten das Üben

Kommandant Jan von Wietersheim bezeichnete die vergangenen beiden Jahre als "Herausforderung", da manche Übungen abgesagt werden mussten und Auflagen und Hygienebeschränkungen das Leben erschwerten.

Trotzdem sei es gelungen, verschiedene Projekte durchzuführen. So habe jeder und jede  Aktive einen Spind, für die Atemschutzträger gab es neue Helme, fünf Fahrer wurden in der Klasse C ausgebildet und große Bildschirme bringen Informationen. Für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde gab es ein großes Lob: "Ich freue mich über den Rückhalt durch die Gemeinde."

Derzeit hat die Wiesenbronner Wehr 42 Aktive in ihren Reihen, davon 14 weibliche – "und viele beneiden uns um unsere Frauenquote". Ebenso erfreut zeigte sich der Kommandant darüber, dass einige aus der Jugendfeuerwehr nachrückten. Zu dieser Abteilung berichtete Sophie Fröhlich, dass derzeit 14 Mädchen und fünf Jungs dabei seien, für Werbungszwecke ein neuer Flyer entwickelt wurde "und ich hoffe, dass sich 2022 übungsmäßig wieder mehr tut".

32 Mädchen und Jungen in der Kinderfeuerwehr

Mit viel Beifall wurde auch der Bericht von Juliane Ackermann zur Kinderfeuerwehr aufgenommen, zu der 32 Kinder gehören, die von einem Team betreut werden. Übungen finden jeden dritten Samstag im Monat statt, "und die Kinder werden mittels verschiedener Themen spielerisch auf die Feuerwehr vorbereitet". Für die Betreuung der Kinder werden weitere Leute gesucht.

Die neue Vorsitzende bedankte sich bei ihrer Vorgängerin Doris Paul, dem bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Markus Wilhelm, beim Kassier und den beiden Revisoren mit Blumen und Präsenten für ihren langjährigen Dienst zum Wohle der Feuerwehrfamilie.

Kreisbrandinspektor Michael Krieger freute sich darüber, "dass Leute, die ich schon aus der Jugendfeuerwehr kenne, Ämter übernehmen". Zur Pandemie und abgesagten Übungen und Ausbildungen äußerte er, wie wichtig es sei, die Feuerwehren zu erhalten. Informationen gab er zur Intensivierung des Katastrophenschutzes inklusive Waldbrandgefahr und zur digitalen Alarmierung.

Für die Wiesenbronner Wehr ein großes Lob: "Sie ist gut aufgestellt, einsatzbereit und leistet sehr gute Nachwuchsarbeit". Dank auch aus dem Mund von Bürgermeister Volkhard Warmdt: "Ich gehe jeden Abend mit einem guten Gefühl ins Bett: Macht so weiter! Wir können stolz auf unsere Wehr sein."