Innenstadt-Sanierung ist stärker im Blick
Autor: Harald Meyer
Kitzingen, Montag, 03. Juli 2017
Bauliche Pickel im Gesicht der Kitzinger Innenstadt werden in naher Zukunft beseitigt. Wann, wie und zu welchem Preis wird sich zeigen. Bei einem Infotreffen.
Der Querschuss der CSU-Fraktion wegen der Dauerbrenner Bahnhof und Innenstadt ist verhallt – und offensichtlich ein versöhnliches Ergebnis erreicht worden. Fraktionschef Andreas Moser lobte in der jüngsten Stadtratssitzung die Arbeit des Bauamts, das „einiges an Vorarbeit geleistet“ habe.
Zeit- und Kostenpläne sollen bald auf den Tisch
Was Moser besonders erfreute: Die von der CSU geforderten Zeit- und Kostenpläne zur Verbesserung der Innenstadt sollen in naher Zukunft vorgelegt und der Königsplatz als erstes Projekt angepackt werden. Die Kritik, dass die diversen Erneuerungsvorhaben in der Innenstadt nicht so recht vorankommen, war in der Ratssitzung kein Thema mehr. Im Gegenteil: „Es ist wahnsinnig viel los in Kitzingen“, betonte Moser mit Blick auf die vielen, vor allem auch privaten Vorhaben, die das Bauamt „intensivst“ begleite. Der CSU-Fraktionschef regte an, wenn das Bauamt an seine Grenzen stoße, müssten externe Büros dessen Arbeit unterstützen.
Die Sanierung der Innenstadt hängt noch an einem Punkt ein Stück weit fest: Die Luitpoldstraße und die Kaiserstraße – und damit auch der Königsplatz – sind noch Staatsstraßen und damit nicht in der planerischen Verfügungsmasse der Stadt. Die übernimmt zum Jahreswechsel die Straßen und kann damit die Verbesserungen am Königsplatz, an der Kaiserstraße, an der Schweizergasse und in der Luitpoldstraße anpacken.
Viele marode Bereiche
Da wäre eine Menge zu tun: Ob es nun um das marode Pflaster am Königsplatz, die maroden Gehsteige in der Kaiserstraße oder den Übergang vom Königsplatz in die Schweizergasse geht und den rollatorgerechten Gehstreifen vom unteren Markt bis zur Herrnstraße – der Stadtrat will vieles verbessern. Wie das aussehen könnte, soll bei einer Sondersitzung im vierten Quartal bei einem Informationsaustausch von Planern, Verwaltung und Stadtrat rauskommen.
Die Projektpläne soll ein externes Planungsbüro erarbeiten. Dem stimmte der Stadtrat gegen die Stimmen der drei KIK-Stadträte zu. Fraktionschef Klaus Christof vermisste bei den bisherigen Planungen den Blick auf die Gestaltung der einzelnen Sanierungsbereiche.