Vor Monaten stand der Iphöfer Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt vor der Auflösung, weil sich lange niemand fand, der die Nachfolge des Vorsitzenden Karl-Heinz Holthausen antreten wollte. Doch nun bleibt dieses Amt sozusagen in der Familie – Holthausens Schwägerin Heike Holthausen wird den Vorsitz übernehmen. "Wir freuen uns auf die kommenden Herausforderungen und werden unser Bestes geben", versprach die neue Vorsitzende.

Heike Holthausen hat Jürgen Kößler als neuen Stellvertreter an ihrer Seite, die Kasse führt Jesse Dykast und als Schriftführerin fungiert Karin Jung. Die Mitglieder wählten noch Heinrike Röhner, Heidi Hochstein, Michael Klein, Sigrid Schlicht als Beisitzer in den Vereinsvorstand. Heidi Hochstein, wird zusätzlich noch als Seniorenbeauftragte und zusammen mit Michael Klein als Kassenprüferin wirken.

Abschied nach acht Jahren: Ehrenzeichen für Karl-Heinz Holthausen

"Nach acht Jahren ist es an der Zeit für mich abzutreten", meinte Karl-Heinz Holthausen und betonte die gute Zusammenarbeit über Jahre hinweg. "Es war mir eine Ehre und Freude, Vorsitzender gewesen zu sein", meinte Karl-Heinz Holthausen zum Abschied. Die Vorstandsriege überraschte den langjährigen Chef mit einem Geschenkgutschein und dem Ehrenzeichen der Arbeiterwohlfahrt.

Anschließend ging der Noch-Vorsitzende auf die Aktivitäten der Awo, wie die Weihnachtsfeier, das Verteilen von Weihnachtssternen und die Seniorennachmittage im Altenbetreuungszentrum ein, die Betreuung von Flüchtlingen habe sich dagegen erledigt. "Wir haben die zur Verfügung stehenden Gelder nachhaltig eingesetzt", sagte Holthausen, so unterstützte der Ortsverein zuletzt noch fünf Syrer, die mittlerweile selbst ihren Lebensunterhalt verdienen. "Wir haben insgesamt 54 Flüchtlinge betreut und können stolz auf uns sein", sagte Karl-Heinz Holthausen für den Ortsverein.

Derzeit hat der Verein 95 Mitglieder, der Altersdurchschnitt sei erstmals seit Jahren unter 60 Jahre gesunken, stellte Holthausen erfreut fest.

Awo-Sommerfest ist jährlicher Höhepunkt

Das traditionelle Sommerfest über zwei Tage am Herrengraben ist alljährlich ein Höhepunkt des Vereinslebens. 45 Helfer werden dazu gebraucht, manche Helfer sind vier Tage im Einsatz. Im vergangenen Jahr hatte das Fest einen besonderen Stellenwert, feierte der Ortsverein doch sein 50-jähriges Bestehen. Das karitative Wirken des AWO-Ortsvereins drückte sich kürzlich in einer Mehrfachspende von insgesamt 7200 Euro aus, von der mehrere Kindergärten aus Iphofen und Umgebung, die Musikschule und das Altenbetreuungszentrum profitieren.

Schließlich blieb Karl-Heinz Holthausen als letzte Amtshandlung noch, Werner Drobek zum Ehrenmitglied zu ernennen. Er war lange Vorstandsmitglied gewesen. Außerdem wurde Drobeks Gattin Hildegard für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt, genauso lange gehört auch Heinrike Röhner der AWO an. Die Auszeichnung für 25 Jahre Verbandstreue verlieh der Vorsitzende an Gerhard Pitzki.