Dem Marktgemeinderat lag in der Sitzung am Dienstagabend im Kulturhaus der Bauantrag für den Neubau eines Hofladens mit zwei Mietwohnungen im Schlosshof vor. Vorgesehen sind zudem sieben Stellplätze. Die Zufahrten sollen über die Straße "Unterer Dorfgraben" und die Schlosshofstraße erfolgen. Laut Plan wird der Hofladen im Erdgeschoss eingerichtet, die beiden Mietwohnungen im Obergeschoss entstehen im Obergeschoss. Noch nicht bekannt ist die Produktpalette. Das Ratsgremium stimmte geschlossen für das Vorhaben.

Auf der Suche nach einem neuen Domizil bat der "Junge Franken Glubb" die Gemeinde um Unterstützung, um auch witterungsanfällige Gegenstände langfristig lagern zu können. Bürgermeister Peter Sterk teilte mit, dass der bisherige Raum im ehemaligen Gasthaus "Zur Schwane" gekündigt wurde, da der Eigentümer des Hauses wechselte und das frühere Gasthaus wieder zum Leben erweckt werden soll.

Der Bürgermeister schlug für den "Glubb" die Notwohnung in der Neubaustraße unter der Bedingung vor, dass der Charakter dieser Wohnung erhalten bleibt, falls doch einmal "Not am Mann" herrschen sollte. Dieser Vorschlag fand die einhellige Zustimmung der Ratsrunde. Ebenso die Mietfreiheit für die Vereinsmitglieder, die sich bereit erklärten, die Pflege der Wohnung zu übernehmen.

Die Rinne erhalten

Karsten Droll fragte nach den Möglichkeiten, relativ sauber aus dem Weinberg auf die angrenzende Betonstraße herausfahren zu können. Er konnte sich einen Streifen mit verdichtetem Mineralbeton vorstellen, wie es zum Beispiel schon ein Rödelseer Winzer bewerkstelligt hatte. Der Bürgermeister machte darauf aufmerksam, dass im Zuge der hierfür notwendigen Arbeiten die Abflussrinne nicht beschädigt werden dürfe, weshalb auch schon Auflagen gemacht worden seien: "Die Funktion der Rinne muss erhalten bleiben, was wegen des Mineralbetons nicht möglich sein dürfte." Er schlug vor, sich vor eventuellen Fräsarbeiten und dem Verdichten durch Mineralbeton sich erst einmal "schlau" zu machen. Er teilte zudem mit, dass das Entfernen von Asphaltwülsten auf Weinbergsstraßen in der Wiesenbronner Gemarkung stattfand.

Verlesen wurde ein Schreiben einer Anwohnerin im Schießmauerweg, aus dem hervor ging, dass ihr Anwesen von Rettungsfahrzeugen nicht zu erreichen sei, da Autos direkt gegenüber ihrer Einfahrt parken. Sie bat um eine Ortsbegehung durch den Gemeinderat. Der Bürgermeister sagte dazu, dass er schon zweimal vor Ort war, aber noch keinen Erfolg hatte, "aber ich werde es noch ein weiteres Mal im Gespräch versuchen, um ein Parkverbot im Schießmauerweg zu vermeiden, das wäre der schlimmste Fall". Der Rat unterstützte geschlossen dieses moderate Vorgehen.

Bekannt gegeben wurden einige Beschlüsse aus dem nichtöffentlichen Teil der letzten Ratssitzung. Im Zuge der Erweiterung und Sanierung des Kindergartens wurden die Arbeiten für Fernmelde- und Beleuchtungsanlagen an die Firma Seynstahl und die Arbeiten für die Parkplatzfläche vor dem Kindergartenspiel an die Firma Pfannes vergeben. Die tierökologische Geländebegehung für den Zulaufkanal zur Kitzinger Kläranlage wurde schon teilweise durch die Diplom-Biologin Josline Griese durchgeführt, Ergebnisse sind noch nicht bekannt.

Karsten Droll gab die Anfragen von Mitbürgern weiter, die wissen wollten, ob es für Brunnenbohrungen in der Flur eine Genehmigung gebe. Die wurde schon vor etwa zwei bis drei Jahren vom Wasserwirtschaftsamt erteilt, "das ist dafür zuständig", sagte der Bürgermeister dazu. Etwas heiter endete der öffentliche Teil der Sitzung, als die stellvertretende Bürgermeisterin Heike Sterk erzählte, dass die Sitzbank am Waldrand in der Nähe des alten Sandhügels "unterminiert" sei. Einige Ratsmitglieder vermuteten, dass sich da jemand Sand geholt habe. "Das wird auf dem kurzen Dienstweg erledigt", kündigte Bürgermeister Sterk an.