Harry Potter und die Galgenvögel
Autor: Gerhard Krämer
Seinsheim, Montag, 22. Januar 2018
Ein Hauch Zauberei, die Weiten des Weltalls und ein Stück Orient. Dazu ein kräftiger Schuss Lokalkolorit, und fertig ist das Faschingsmenü der Seinsheimer Galgenvögel.
Ein Hauch Zauberei, ein wenig unendliche Weiten des Weltalls und ein Stück Orient. Das alles gepaart mit einem kräftigen Schuss Lokalkolorit, und fertig ist das Faschingsmenü, das die Seinsheimer Galgenvögel in diesem Jahr zur Freude des Publikums auf die Bühne bringen.
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Die Bühne ist es auch, die in dieser Faschingssession gleich ins Auge springt. Verschwunden ist der rote Vorhang. Dafür hat Heinz Gerlach aus Winkelhof eine Ortsansicht vom Feinsten gezaubert.
Im vollen Saal des Jugendraums, der alle Jahre Ort der Seinsheimer Faschingsveranstaltungen ist, durften sich die Gäste, darunter 75 Mitglieder des VdK-Ortsverbandes Marktbreit um Helmut Schleyer, sich erst einmal im Gegensatz zu den Abendprunksitzungen mit Kaffee und Kuchen stärken für das über vierstündige Programm, durch das die Sitzungspräsidenten Theresa Rützel und Stefan Düll führten. Zu Gast war das Kinderprinzenpaar der AlZiBib Markt Bibart, Max I. und Amelie I., deren Mutter Seinsheimer Wurzeln hat.
Ohne Zugabe darf in Seinsheim eigentlich keiner von der Bühne. Besonders aber hatte sich diese, nach kräftigem Durchatmen, Tanzmariechen Juliana Schäfer ertanzt. Es war ihr erster Auftritt, die Aufregung war aber eher ihrer Mutter anzumerken, als ihr selbst. Das Besondere ist zudem, dass sie sich selbst trainiert. Für ihr Kostüm in den Vereinsfarben Rot-Weiß hatten sich natürlich auch Sponsoren gefunden.
Gute Lehrer in „Seinswards“ hat Sandro Hönnl, der mit Hermine (Annika Schwarz) auf der Bühne zauberte. Zuvor jedoch hatte er mit dem Publikum Zaubersprüche geübt und zu seiner Freude machte das Publikum auch jeden Zauberquatsch mit. Selbst der Sitzungspräsident habe von ihm verzaubert werden wollen, nämlich in einen feschen jungen Prinzen. Doch dafür, so bedauerte der Zauberlehrling, reiche seine Kraft noch nicht.
Erklingen die Schelle und der Ruf „Bekannt - machung“ ist Vorsicht angesagt. Vorsicht bei denen, die irgendetwas angestellt haben in den vergangenen zwölf Monaten. Denn der Gemeindediener Thomas Rüttinger hat viele Ohren. Aber: „Um einen Reim bei mir zu kriegen, muss man mehr als betrunken rumzuliegen,“ verkündete er. Aber in Seinsheim gibt es genug Geschichten, die das Leben schreibt. Zum Beispiel beim Samstagsputz. Wenn eine Frau da den vollen Putzeimer aus dem Fester schüttet und ein Radfahrer so eine unfreiwillige Dusche nimmt. Oder der Seniorenausflug der Gemeinde, als diese zu wenige Würste bestellt hatte. „Man spart immer an den Rentner ein“, schlussfolgerte der Gemeindediener.
Wie in dieser Zeitung berichtet, hat der Gemeinderat Seinsheim die höchste Frauenquote. Für den Gemeindediener eine logische Sache, denn so müssen die Gemeinderäte eine Entscheidung nicht vertagen, um zu Hause ihre Frauen zu fragen. Außer im Männergesangverein seien überall die Frauen ein Stütze und für 2020 wollte er eine Bürgermeisterin nicht ausschließen.


