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Gute Nachbarschaft mit Flüchtlingen leben


Autor: Chuleck Guido

Stadelschwarzach, Dienstag, 12. Januar 2016

Die aktuelle Flüchtlingsdebatte wird auch in Prichsenstadt geführt. Acht neue Gemeindemitglieder leben dort, sagte Bürgermeister René Schlehr beim Neujahrsempfang.
Ehrungen für verdiente Sportler: Prichsenstadts Bürgermeister René Schlehr (vordere Reihe, rechts) inmitten geehrter Sportler.


Die aktuelle Flüchtlingsdebatte wird auch in der Großgemeinde Prichsenstadt geführt. Acht neue Gemeindemitglieder leben dort, sagte Bürgermeister René Schlehr zum Beginn des Neujahrsempfangs in der voll besetzten DJK-Sporthalle in Stadelschwarzach. „Die ersten positiven Kontakte sind geknüpft, und das ist auch ein Verdienst aller freiwilligen Helfer“, so Schlehr.

Grundsätzlich „leben und wohnen wir in einer Region, in die andere fahren, um hier Urlaub zu machen. Wir haben auch das große Glück, in einem wirtschaftlich guten Standort zu leben, in dem das Thema Arbeitslosigkeit nicht das alles beherrschende Thema ist.“ Dennoch sollte man immer die Stärken der ländlichen Region vor Augen haben.

Leben in der Urlaubsregion

„Wir wissen noch, wer hinter der Haustür nebenan wohnt und leben nicht anonym im Irgendwo.“ Es sei das Miteinander, die Nachbarschaftshilfe, das Orts- und Vereinsleben.

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„Wo jeder jeden kennt, nimmt man sich die Zeit für ein Gespräch“, sagte das Ortsoberhaupt. Hier grüße man sich und man müsse nicht erst eine halbe Stunde fahren, um im Grünen zu sein. Dann zog Schlehr den Bogen zu den „auch weiterhin dringend erforderlichen Sanierungsarbeiten der Kanäle“, genauer gesagt die Kanäle der Altstadt und der Anschluss der Kläranlage Neudorf an die Gruppe. Der sei noch für dieses Jahr geplant. Im Bereich Tourismus vermeldete Schlehr eine „erfreuliche Entwicklung“ im vergangenen Jahr, nicht zuletzt wegen der Dorfschätze-Gemeinschaft. Die Gemeinden seien nun selbst Organisatoren und Durchführende der Buslinie und Prichsenstadt ist eine der Städte, die vom Bus angefahren werden. Und noch Anfang dieses Jahres erwartet Schlehr die „Anordnung des behördlich geleiteten Dorferneuerungsverfahrens“, bei dem bald die Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaften gewählt werden.

Schlehr listete auch 19 Einsätze der Feuerwehren aus allen zehn Orten auf. Viermal mussten Brände gelöscht werden, je fünf Verkehrsunfälle und technische Hilfeleistungen schlugen zu Buche und fünfmal gab es Fehlalarme. „Wir haben eine tolle Feuerwehr und der Stadtrat steht voll hinter dieser Truppe“, sagte der Bürgermeister.

Die schlechte Akustik in der Grundschule, deren Eröffnung im Sommer gefeiert wurde, ist schon vor längerem von einem Gutachter untersucht worden, „und wir warten immer noch auf das Ergebnis, schon seit einem halben Jahr“, monierte Schlehr. Sobald es wärmer wird, wird die Außenanlage der Schule in Angriff genommen.

Mehr Schulden

An Eckdaten aus der Großgemeinde nannte der Bürgermeister die Einwohnerzahl (3123), die Geburten (26), Sterbefälle (30) sowie die Zuzüge (174) und die Wegzüge (170). Die Stadt darf sich über 2,5 Millionen Euro Steuereinnahmen und knapp 1,2 Millionen Euro an Rücklagen freuen. Die werden bald dahinschmelzen, stehen doch allein für Baumaßnahmen 1,6 Millionen Euro aus dem vorigen Jahr dagegen.

Glücklicherweise mussten nur 300 000 Euro an Krediten aufgenommen werden, so dass die Schulden bei gut 430 000 Euro lagen. Die aber werden durch die anstehenden Kanalarbeiten in die Höhe klettern, befürchtete er.

Geehrte Sportler aus der Gemeinde Prichsenstadt

Mannschaften

DJK Stadelschwarzach, Frauenfußballmannschaft: Meister in der Kreisliga, Aufstieg in die Bezirksliga.

Schützengesellschaft Altenschönbach, 2. Mannschaft: Meister Gruppe A/V der Rundenwettkämpfe.

Schützengesellschaft Prichsenstadt: Schülerklasse: 1. Platz der Gaumeisterschaft Schülerklasse A männlich, 402 Ringe; 2. Mannschaft: Rundenwettkämpfe, 3. Platz Gauliga 2.

Einzelsportler

Anna-Maria Gnebner, Schützengesellschaft Altenschönbach, 1. Platz Gaumeisterschaft Junioren B weiblich (383 Ringe), 2. Platz Bezirksmeisterschaft.

Michael Krauß, Schützengesellschaft Prichsenstadt, 2. Platz Gaumeisterschaft Schülerklasse A männlich (157 Ringe). Sebastian Strobl, Schützengesellschaft Prichsenstadt, 1. Platz Gaumeisterschaft Juniorenklasse A männlich (335 Ringe); Alexandra Martin, TSV Prichsenstadt, Würzburger Gedächtnislauf, 4. Platz gesamt, 1. Platz Frauen (Laufstrecke: 44 Kilometer); Welt-Down-Syndrom-Lauf Fürth, 8. Platz gesamt, 1. Platz Frauen (52,62 km); Radicatrail Frankreich, 1. Platz (als einzige Frau angekommen, 110 km Laufen, 3000 Höhenmeter); Deutsche Meisterschaft im 24-Stunden-Lauf Reichenbach (136,546 km), 3. Platz in ihrer Altersklasse; Thüringen Ultra, 2. Platz in der Altersklasse (100 km Laufen, 2000 Höhenmeter); bayerische Meisterschaft 100 km Straßenlauf, 2. Platz in der Altersklasse und 3. Platz in Bayern;

Filip Nikolic, Sportfördergruppe der Bundeswehr Olympiastützpunkt Oberhof, 3. Platz deutsche Meisterschaft in Altenberg im Viererbob, 3. Platz Europacup