Die aktuelle Flüchtlingsdebatte wird auch in Prichsenstadt geführt. Acht neue Gemeindemitglieder leben dort, sagte Bürgermeister René Schlehr beim Neujahrsempfang.
Die aktuelle Flüchtlingsdebatte wird auch in der Großgemeinde Prichsenstadt geführt. Acht neue Gemeindemitglieder leben dort, sagte Bürgermeister René Schlehr zum Beginn des Neujahrsempfangs in der voll besetzten DJK-Sporthalle in Stadelschwarzach. „Die ersten positiven Kontakte sind geknüpft, und das ist auch ein Verdienst aller freiwilligen Helfer“, so Schlehr.
Grundsätzlich „leben und wohnen wir in einer Region, in die andere fahren, um hier Urlaub zu machen. Wir haben auch das große Glück, in einem wirtschaftlich guten Standort zu leben, in dem das Thema Arbeitslosigkeit nicht das alles beherrschende Thema ist.“ Dennoch sollte man immer die Stärken der ländlichen Region vor Augen haben.
Leben in der Urlaubsregion
„Wir wissen noch, wer hinter der Haustür nebenan wohnt und leben nicht anonym im Irgendwo.“ Es sei das Miteinander, die Nachbarschaftshilfe, das Orts- und Vereinsleben.
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„Wo jeder jeden kennt, nimmt man sich die Zeit für ein Gespräch“, sagte das Ortsoberhaupt. Hier grüße man sich und man müsse nicht erst eine halbe Stunde fahren, um im Grünen zu sein. Dann zog Schlehr den Bogen zu den „auch weiterhin dringend erforderlichen Sanierungsarbeiten der Kanäle“, genauer gesagt die Kanäle der Altstadt und der Anschluss der Kläranlage Neudorf an die Gruppe. Der sei noch für dieses Jahr geplant. Im Bereich Tourismus vermeldete Schlehr eine „erfreuliche Entwicklung“ im vergangenen Jahr, nicht zuletzt wegen der Dorfschätze-Gemeinschaft. Die Gemeinden seien nun selbst Organisatoren und Durchführende der Buslinie und Prichsenstadt ist eine der Städte, die vom Bus angefahren werden. Und noch Anfang dieses Jahres erwartet Schlehr die „Anordnung des behördlich geleiteten Dorferneuerungsverfahrens“, bei dem bald die Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaften gewählt werden.
Schlehr listete auch 19 Einsätze der Feuerwehren aus allen zehn Orten auf. Viermal mussten Brände gelöscht werden, je fünf Verkehrsunfälle und technische Hilfeleistungen schlugen zu Buche und fünfmal gab es Fehlalarme. „Wir haben eine tolle Feuerwehr und der Stadtrat steht voll hinter dieser Truppe“, sagte der Bürgermeister.
Die schlechte Akustik in der Grundschule, deren Eröffnung im Sommer gefeiert wurde, ist schon vor längerem von einem Gutachter untersucht worden, „und wir warten immer noch auf das Ergebnis, schon seit einem halben Jahr“, monierte Schlehr. Sobald es wärmer wird, wird die Außenanlage der Schule in Angriff genommen.
Mehr Schulden
An Eckdaten aus der Großgemeinde nannte der Bürgermeister die Einwohnerzahl (3123), die Geburten (26), Sterbefälle (30) sowie die Zuzüge (174) und die Wegzüge (170). Die Stadt darf sich über 2,5 Millionen Euro Steuereinnahmen und knapp 1,2 Millionen Euro an Rücklagen freuen. Die werden bald dahinschmelzen, stehen doch allein für Baumaßnahmen 1,6 Millionen Euro aus dem vorigen Jahr dagegen.
- was bitte schön hat die Überschrift mit dem restlichen Artikel zu tun? - Oder wird dem Leser in einem folgenden Artikel erklärt, wie die die achso positiven Kontakte zu Flüchtlingen aussehen und warum in Prichsenstadt eine "gute Nachbarschaft" zu Flüchtlingen bestehen soll?!
MfG