Fußballer wollen Probleme gemeinsam lösen
Autor: Jürgen Sterzbach
Kitzingen, Sonntag, 05. März 2017
Die Fußball-Mannschaften des TSV Hohenfeld und von Rot-Weiß Kitzingen bilden ab der Saison 2017/18 eine Spielgemeinschaft. Beide Vereine wollen dadurch Kräfte bündeln und gemeinsam die bestehenden Probleme lösen.
Die Fußball-Mannschaften des TSV Hohenfeld und von Rot-Weiß Kitzingen bilden ab der Saison 2017/18 eine Spielgemeinschaft. Beide Vereine wollen dadurch Kräfte bündeln und gemeinsam die bestehenden Probleme lösen.
Bei einer Information für Spieler und Mitglieder stellte Hohenfelds Sportleiter Vitali Klein zudem den neuen Spielertrainer vor, der die Erfahrung, die er in höherklassigen Vereinen gesammelt hat, mit einbringen möchte.
Drei Vorbereitungstreffen
Nach drei Vorbereitungstreffen entschieden sich die Verantwortlichen für die Spielgemeinschaft: „Wir hatten von Anfang an einen respektvollen Umgang miteinander“, sagte Klein, Sportleiter und Trainer in Hohenfeld. Gemeinsam mit den ersten und zweiten Vorsitzenden Günther Schwarz und Edwin Klein sowie Yalcin Kuruoglu und Manfred Hofmann von Rot-Weiß und Rot-Weiß-Sportleiter Michael Düll trieb der 31-Jährige den Plan einer Spielgemeinschaft voran. Die Gründe lagen für beide Seiten auf der Hand.
Vier oder fünf Mann
„Wenn wir unter der Woche mit vier oder fünf Mann auf dem Platz stehen, macht das irgendwann keinen Spaß mehr“, so Klein. In Hohenfeld komme hinzu, dass das Organisatorische zur „Ein-Mann-Show“ geworden sei. Kuruoglu kennt diese Probleme. Vorstand, Sportleiter und Trainer – der 46-Jährige hatte bei Rot-Weiß schon viele Posten inne.
Sein Verein zählt aktuell zwar genügend Spieler und meldete für die laufende Saison zwei Teams an, doch auch ihn beschäftigt die Zukunft: „Die Zeiten haben sich geändert. Wir kriegen keine Jungs mehr zu uns“, sprach er ein Problem beider Vereine an: den fehlenden Nachwuchs. Dass die Jugendarbeit „ins Hintertreffen geraten“ sei, bestätigte auch Hohenfelds Vorsitzender Günther Schwarz, dessen Verein bei der Spielgemeinschaft die Federführung übernimmt.
Für ein Jahr
Die Vereinbarung gilt zunächst für ein Jahr. Für jede weitere Saison muss ein neuer Antrag gestellt werden. Wichtig dabei sei, dass beide Vereine eigenständig bleiben. „Ich sehe die erste Saison als Probejahr für ein langfristiges Projekt“, wurde Klein deutlich, dass es sich nicht um eine einmalige Sache handeln dürfe. Die neue Spielgemeinschaft möchte zwei Mannschaften für den Spielbetrieb melden. Sie beginnen wahrscheinlich in der untersten Liga, der B-Klasse. Hierfür organisatorisch verantwortlich sind die gleichberechtigten Sportleiter Edwin Klein von Hohenfeld und Michael Düll von Rot-Weiß. Vitali Klein sagte ihnen seine Unterstützung zu.
Eine einmalige Chance
„Wenn die Vereine aufeinander zugehen, können beide ihre Probleme lösen“, sagte Edwin Klein. „Für beide ist das eine einmalige Chance, vielleicht einmal über die A-Klasse hinaus schauen zu dürfen“, glaubt Düll an den Erfolg des Projekts.