Fürs perfekte Freibad-Feeling fehlt Sonne

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Heiß begehrt: Der Sprungturm ist im Kitzinger Freibad auf der Mondseeinsel die Attraktion bei Kindern und Jugendlichen.
Foto: anna-Lena herbert

„Wenn gutes Wetter ist, dann sind wir immer hier“, sagen Eren Acar und Serkan Bulut. Die beiden 15-jährigen Schüler aus Kitzingen genießen ihre Sommerferien im Kitzinger Freibad. Hier treffen sie sich mit Freunden, liegen in der Sonne und springen zur Erfrischung gerne vom Sprungturm in das glitzernd blaue Wasser.

„Wenn gutes Wetter ist, dann sind wir immer hier“, sagen Eren Acar und Serkan Bulut. Die beiden 15-jährigen Schüler aus Kitzingen genießen ihre Sommerferien im Kitzinger Freibad. Hier treffen sie sich mit Freunden, liegen in der Sonne und springen zur Erfrischung gerne vom Sprungturm in das glitzernd blaue Wasser.

Beim Spontanbesuch dieser Zeitung auf der Mondseeinsel haben sich die dunklen Wolken vom Vormittag schon wieder verzogen. Den ein oder anderen habe sie aber wohl vom nachmittäglichen Freibadbesuch abgehalten, denn nur wenige Schwimmer tummeln sich im Wasser. Und so hoffen die meisten befragten Schwimmbadbesucher für die nächsten Wochen auf höhere Temperaturen. Eren und Serkan sind jedenfalls überzeugt: „Wir glauben daran, dass es wärmer wird.“

Ramona Götzenberger ist mit ihrem Mann und den zwei kleinen Kindern aus Sommerach nach Kitzingen zum Baden gekommen. Eigentlich wollten sie ins Aqua-Sole. Weil dort momentan Revision ist (wir berichteten) wechselte die Familie kurzerhand ins Freibad. Und da gefällt es ihr gut. Die junge Mutter findet es „traumhaft schön für Kinder“. Dass es um das Kinderbecken und den Spielplatz viel Platz zum Laufen für die Kleinen gibt, findet sie besonders angenehm.

Unter den Besuchern sind an dem Tag auch viele Urlauber. Ingo Niehaus ist mit seiner Familie aus dem Münsterland für zehn Tage nach Kitzingen angereist. Er hat in der Vergangenheit ein Jahr lang für ein Kitzinger Unternehmen gearbeitet. Weil es seiner Frau und den beiden Kindern hier so gut gefallen hat, haben sie sich für diesen Sommer Mainfranken als Urlaubsregion ausgesucht. Neben Besuchen bei Freunden aus der Zeit in Kitzingen bleibt auch Zeit für einen Besuch im Bad. Dem neunjährigen Sohn Kai gefällt dabei das Springen vom „Fünfer“ am besten.

Der Sprungturm – genauer die Zehnmeterplattform – steht auch beim 14-jährigen Marios Kauschke hoch im Kurs. Er macht mit seinen Eltern und zwei Geschwistern Urlaub auf dem nahegelegenen Campingplatz. Kauschkes kommen aus Düsseldorf. Früher haben sie bei Urlaubsfahrten nach Italien oder Süddeutschland oft einen Zwischenhalt in Kitzingen eingelegt. Nun wollten sie sich die „sehr schöne Gegend“ um Kitzingen mal näher ansehen. Neben Wandern und einer Bootsfahrt auf dem Main haben sie Würzburg besucht und waren von der Residenz beeindruckt. Mit dem Rad haben sie außerdem das Kitzinger Umland entdeckt.

Mit den Fahrrädern ist in den Ferien auch Familie Biemer aus Wetzlar unterwegs. Eltern und Kinder radeln am Main entlang von Schweinfurt nach Aschaffenburg. Da wo es ihnen gefällt halten sie an. Den Hinweis auf das Kitzinger Freibad haben sie auf einer Infotafel gesehen. Ein Blick von der Konrad-Adenauer-Brücke auf das schöne Bad und die günstigen Eintrittspreise haben die Familie überzeugt, dass sich ein Besuch lohnt. Und auch im Inneren haben sie vom Kitzinger Freibad einen positiven Eindruck gewonnen.

Natürlich nutzen auch viele Kitzinger die Gelegenheit zum Baden auf der Mondseeinsel. Hans-Werner Klöber gefällt es im Freibad seiner Stadt gut. Der 59-Jährige macht Urlaub auf Balkonien und schwimmt dabei gerne mal ein paar Bahnen. Regelmäßiger Gast ist die 54-jährige Kitzingerin Sigrid Sander. Sie hat eine Dauerkarte und nutzt das Bad in den Sommermonaten fast täglich zur Erholung von der Hausarbeit. Das Kitzinger Freibad findet sie „toll“, nur der Pflege der Außenanlage könnte man bisweilen etwas mehr Aufmerksamkeit schenken, meint sie. Sommerurlaub hatte Sander bisher noch keinen, aber im Dezember geht's ab in den Wellnessurlaub. Da gibt es auch eine Therme. Denn: „Ohne Bad geht's nicht!“, meint sie und blickt auf das blaue Wasser.