Es wird warm, sagen die Experten. Das ist nicht nur schön, das kann auch anstrengend sein. Vor allem, weil es Mensch und Tier dann ins Freie zieht. Das kann laut werden. Sollte aber nicht, zumindest zu bestimmten Zeiten.

Dafür soll bei uns – wie für Vieles – eine Verordnung sorgen. In Kitzingen ist die Anfang 2013 auf den neuesten Stand gebracht worden und heißt: „Verordnung über die Vermeidung von unnötigem Lärm im Stadtgebiet der Großen Kreisstadt Kitzingen.“

Die versucht, in drei Paragrafen alle Fragen rund um den Krach in Haus und Garten zu regeln. Das Wichtigste steht gleich am Anfang: Ruhestörende Haus- und Gartenarbeiten dürfen zu folgenden Zeiten nicht ausgeführt werden: von 20 Uhr bis 7 Uhr und von 12 Uhr bis 14 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen. Interessant, was alles dazu gehört: Das Ausklopfen von Teppichen, Polstermöbeln und sonstigen Gegenständen sowie das Hämmern, Sägen, Hacken von Holz und die Benutzung von Bohrmaschinen, Schleifmaschinen, Kreis- oder Motorsägen, Bodenfräsen, Laubbläsern und Laubsammlern, Häckslern für Gartenabfälle, motorbetriebene Heckenscheren, Dampfdruckgeräten, Grastrimmern, Freischneidern, Rasenmähern oder Motorsensen. Auch nichtgewerbliche Bau- oder Renovierungsarbeiten fallen unter die Sperrfristen.

Gedacht hat die Verordnung auch an die Musik. Hier gilt die Nachruhe von 22 bis 7 Uhr und sonst Zimmerlautstärke. Auch die Hunde kommen vor. Per Verordnung sind Hunde und Bohrer eins und haben zwischen 22 und 7 sowie 12 und 14 Uhr die Schnauze zu halten. Man sieht: Verordnungstechnisch ist an Alles gedacht, auch an ein Bußgeld. Immerhin bis zu 2500 Euro kann das Lärmen in den Sperrzeiten kosten – kann. Ob die jemals fällig wurden? Keiner weiß es.