Forstamtsleiter: „Auch die Jäger stehen in der Verantwortung“
Autor: Ralf Dieter
Kitzingen, Donnerstag, 21. Februar 2019
Alle drei Jahre gibt es ein Forstliches Gutachten und alle drei Jahre gibt es Diskussionen mit den Jägern. Forstamtsleiter Klaus Behr hat kein Verständnis für die Petition der Jäger an den Bayerischen Landtag.
Alle drei Jahre gibt es ein Forstliches Gutachten. Alle drei Jahre gibt es Diskussionen mit den Jägern. Eine Petition der Jäger an den Bayerischen Landtag hat es allerdings noch nicht gegeben. Der Bereichsleiter Forsten am Amt für Landwirtschaft in Kitzingen, Klaus Behr, wünscht sich grundsätzlich ein Miteinander von Waldbesitzern, Förstern und Jägern, damit gerade in Zeiten des Klimawandels gemischte und klimatolerante Waldbestände aufgebaut werden können. Dazu sind angepasste Wildbestände jedoch eine unverzichtbare Voraussetzung.
Können Sie die Eingabe dieser Petition nachvollziehen?
Behr: Ehrlich gesagt: Nein! Gerade in diesen Zeiten des Klimawandels ist es nach meiner Ansicht Aufgabe aller für den Wald Verantwortlichen, am Aufbau zukunftsfähiger Wälder mitzuarbeiten. Das sind wir unseren Kindern und Enkeln schuldig! Auch die Jäger stehen dabei in der Verantwortung.
Indem man die Abschusszahlen erhöht?
Behr: Indem Sie die Wildbestände so bejagen, dass sich alle standortheimischen Baumarten im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen natürlich verjüngen können. Dieses Ziel, verbunden mit der Zusage an die Waldbesitzer, ist im Übrigen auch so im Bayerischen Jagdgesetz verankert.
Die Jäger argumentieren, dass erhöhter Rehwildabschuss keineswegs zu einem besseren Zustand des Waldes führen wird.
1#googleAds#100x100Behr: Wir haben auch im Landkreis Kitzingen durchaus positive Beispiele, dass sich mit waldfreundlichen und nachhaltigen Bejagungsstrategien stabile, klimatolerante und zukunftsfähige Wälder entwickeln lassen.