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Feuerwehr läutete Festjahr ein


Autor: Andreas Stöckinger

Wiesentheid, Montag, 20. März 2017

Die Wiesentheider Feuerwehr wird 150. Zum Auftakt des Jubiläums gab es einen Festabend, bei dem es viel Anerkennung für die Mannschaft um Kommandant Michael Rückel gab.
Kommandant Michael Rückel (links) nahm den Schlüssel des neuen Gerätewagens von Bürgermeister Werner Knaier entgegen.


Die Wiesentheider Feuerwehr wird in diesem Jahr 150 Jahre alt. Zum Auftakt des Jubiläums stand ein Festabend in der Aula des Gymnasiums, bei dem es neben einem Blick in die Historie und auf das Aktuelle viel Anerkennung für die Mannschaft um ihren Kommandanten Michael Rückel gab. Dazu wurde ein Gerätewagen, der gebraucht angeschafft und für die Bedürfnisse der Wiesentheider Wehr umgebaut wurde, offiziell in den Dienst gestellt.

Auf die Wehr ist Verlass

Dass auf die Wiesentheider Feuerwehr Verlass ist, wissen alle, die bislang mit ihr zu tun hatten. Beim Festabend hob das nicht nur Kreisbrandrat Roland Eckert hervor. Seit 25 Jahren begleite er bereits die Stützpunktwehr, ihre Entwicklung sei stets nach oben gegangen. „Wir sind stolz auf unsere Feuerwehr“, sagte Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier. Über 100 Einsätze pro Jahr leisteten die Männer und Frauen ehrenamtlich, dazu kommen noch Übungen. Die Zeit dafür aufzubringen, das sei eine „tolle Leistung.“

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24 Stunden zur Verfügung

Landtagsabgeordneter Otto Hünnerkopf fand, dass die Feierstunde Grund sei, „Dank zu sagen an diejenigen, die in Wiesentheid dafür sorgen, dass wir beruhigt schlafen können“. Es sei nicht selbstverständlich, dass sie Tag und Nacht, 24 Stunden zur Verfügung stehen. Zudem müsse man sehen, dass sich das Spektrum der Einsätze und Notfälle in den Jahren erheblich verändert und vergrößert habe. Zum Jubiläum lud der Abgeordnete die Feuerwehr zu einem Besuch in den Bayerischen Landtag nach München ein.

Gute Taten retten die Welt

Beeindruckt über den Einsatz in Wiesentheid zeigte sich der stellvertretende Landrat Paul Streng. „Gute Taten retten die Welt“, gab er ein Zitat weiter. Vom Vertreter der Polizei wurde die reibungslose Zusammenarbeit hervorgehoben. Die Feierstunde wurde musikalisch vom Bläserquartett des Musikvereins umrahmt.

Zu Beginn begrüßte Klaus Schraut, Zugführer und ehemaliger Kreisbrandmeister, die Gäste, danach gab Kommandant Michael Rückel einen Rückblick mit einigen Eckdaten in der Historie seiner 1867 gegründeten Wehr. Sie wurde 1988 zur Stützpunktwehr des Landkreises, von da an steigerten sich die Einsatzzahlen. Im September 2000 folgte die Weihe des neuen Gerätehauses in der Korbacher Straße, das 2014 noch einmal erweitert wurde.

Über 60 Aktive

Die Wehr ist auf einem modernen Stand, derzeit stehen acht Fahrzeuge zur Verfügung. Ende diesen Jahres bekommen die Wiesentheider einen neuen Rüstwagen vom Landkreis Kitzingen. Über 60 Aktive sind derzeit dabei, dazu kommen 15 Jugendliche. Als Eckpunkte des Schaffens nannte Kommandant Rückel die Ausrüstung, das Feuerwehrhaus, das Personal und die inneren Werte.

Im Anschluss weihte Pfarrer Peter Göttke das für rund 30 000 Euro gebraucht erworbene MAN-Fahrzeug, das die Wiesentheider künftig als Gerätewagen nutzen. In dem Zehntonner mit 220 PS haben die Feuerwehrler hinten verschiedene kleine Modulwägen, die sie je nach Einsatzart zusammengestellt haben.