Wer gratuliert wem am 30. März?
Autor: Norbert Hohler
Kitzingen, Donnerstag, 20. März 2014
In einem Punkt haben die Kitzinger Wähler mit den Stichwahl-Rivalen Siegfried Müller und Stefan Güntner schon mal ein Händchen bewiesen: Beide sind Sportler durch und durch, sind als Fußballer gewohnt, sich reinzuhängen, Bälle abzugeben und aufzunehmen.
In einem Punkt haben die Kitzinger Wähler mit den Stichwahl-Rivalen Siegfried Müller und Stefan Güntner schon mal ein Händchen bewiesen: Beide sind Sportler durch und durch, sind als Fußballer gewohnt, sich reinzuhängen, Bälle abzugeben und aufzunehmen.
Es wird also spannend, wer mehr Treffer landet beim Wahlforum von DGB und Main-Post am Montag (24. März, 19 Uhr) im Dekanatszentrum. Schon der Untertitel („Der heiße Stuhl“) unterstreicht, dass ein klares Konzept und Nehmer-Qualitäten, Treffsicherheit und ein kühler Kopf vonnöten sein werden. Grätschen hingegen dürften gegen das bessere Argument ins Leere gehen.
Klar ist: Am 30. März geht es um „Alles oder nichts“, um nicht weniger als Sieg oder Trostpreis. Nur Einer hat in Kitzingen in den nächsten sechs Jahren das Sagen, eine Stimme Mehrheit würde reichen. Dem anderen bliebe bestenfalls die Chance, über Kärrner-Arbeit im Stadtrat eigene Anliegen aufs Spielfeld zu bringen.
Kein Rundumschlag
Wer aber ist der Richtige? Wem soll man die Stimme geben, wem die Stadt anvertrauen? Bei diesen Fragen soll die Diskussion am Montagabend letzte Hinweise liefern, die moderiert wird von den Main-Post-Redakteuren Torsten Schleicher und Norbert Hohler. Und – keine Angst: Es ist kein Rundumschlag zu Dauerbrennern wie Stadthalle, Konversion, Innenstadt, Stillstand und so weiter geplant – das wurde in den letzten Wochen rauf und runter debattiert.
Gefragt ist vielmehr die Persönlichkeit des Kandidaten, sind Eigenschaften wie Glaubwürdigkeit und Durchsetzungskraft, dazu eine Prise Humor und Schlagfertigkeit. Ein gutes Beispiel dafür hat Güntner ja bereits am Wahlabend geliefert. Als OB Müller ihm gratulierte mit dem Satz, seine Zeit werde kommen, hatte der Herausforderer trocken entgegnet: „Vielleicht schneller, als Sie glauben.“
Zündende Ideen
So könnte es am Montag im Dekanatszentrum gerne weitergehen – nicht mit Säbelfechten, sondern Florett. Klar ist, dass Herzens-Anliegen unseres Mitveranstalters DGB wie gute Arbeit und soziale Stadt zur Sprache kommen. Und so ungemein wichtig ein schlüssiges Konzept bis 2020 ist – im Moment am brennendsten gefragt sind zündende Ideen für die Tage bis zur Stichwahl.
Leben soll der Abend von den Fragen der Besucher. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ heißt der passende Hit der „Höhner“ aus Köln – also machen Sie mit, fragen Sie: Das gibt den Sportlern Müller und Güntner die Chance, Treffer zu landen. Oder nicht!