Irgendwie ist die Luft raus. Die heiße Luft im Kitzinger Stadtrat. Kein Streit, kein Dazwischenquatschen und Diskussionen von der Kürze eines Männertelefonats. Und die innerparlamentarische Opposition in Form von KIK-Speerspitze Klaus Christof ist arbeitslos. Grimmigen Gesichtes verfolgt er rätliche Sitzungen, denen neben gewohnter Überlänge vor allem die Reizthemen fehlen. Und damit Christofs Zündfunke.

Genau da knackt der Punkt. Aus der Reihe diverser Projekt-Hängepartien mit Knatsch-Garantie grätscht keine raus: Die Pläne für das Bahnhofs-Umfeld benagt der Gilb, das Markt-Café bröckelt mangels rätlicher und sonstiger Entscheidungen vor sich hin, Deusterhalle, Flugplatz oder die Sanierung der Alten Mainbrücke haben es sich in allerlei Akten recht gemütlich gemacht und offensichtlich keine Lust, im Stadtrat umstritten zu werden.

Ein Tropfen auf dem inzwischen allenfalls lauwarmen Stein ist der Technologiepark „conneKT“. Da könnte der Bebauungsplan jetzt am Donnerstag tatsächlich in die Gefahr geraten, vom Stadtrat abgesegnet zu werden. Vielleicht sogar nach einem kleinen Redescharmützel der inzwischen konfliktungeübten Stadtparlamentarier.

Aber spotten wir nicht. Stadt und Stadtrat werden bald wieder Gas geben und Christof der Ratsmehrheit Saures. Und die Jüngeren unter uns werden es noch erleben, dass rings um den Bahnhof alles neu wird – wenn die Akten mit dem Busbahnhof und dem Pendlerparkplatz bis dahin nicht zerbröselt sind.