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Feuer und Flamme für den Weihnachtsmarkt


Autor: Ralf Dieter

Kitzingen, Mittwoch, 10. Dezember 2014

Es ist gar nicht so leicht, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Dabei ist es ein ganz normaler Werktag. „Der Ansturm kommt schon noch richtig“, sagt Ursula Brown, die alle nur Uschi rufen. Seit Ende November steht sie in der Bude am Kitzinger Marktplatz, brät Würste und schenkt Feuerzangenbowle aus.
Spaß im Stand: Uschi Brown und Nicole Bernd verkaufen in Kitzingen unter anderem Feuerzangenbowle.


Es ist gar nicht so leicht, mit ihr ins Gespräch zu kommen. Dabei ist es ein ganz normaler Werktag. „Der Ansturm kommt schon noch richtig“, sagt Ursula Brown, die alle nur Uschi rufen. Seit Ende November steht sie in der Bude am Kitzinger Marktplatz, brät Würste und schenkt Feuerzangenbowle aus.

Vor dem Verkaufsstand steht fast immer ein Kunde und freut sich über die kleine, rote Tasse, auf der ein Mini-Zuckerhut vor sich hin lodert. „Viele kommen in der Mittagspause, die meisten nach der Arbeit“, erzählt Uschi. Dann wirkt das blau und gelb lodernde Flämmchen auf dem Mini-Gestell besonders schön.

Den Stand betreibt Nicole Bernd, die Inhaberin der „Schranne“ in der gleichnamigen Straße. Zum zweiten Mal ist sie auf dem Kitzinger Weihnachtsmarkt vertreten. Die Idee, Feuerzangenbowle anzubieten, kam ihr in Volkach. Beim Volkacher Winterzauber hat sie die Spezial-Tassen gesehen und war hellauf begeistert. „Jeder hat sein eigenes kleines Feuer vor sich“, sagt sie.

Die Tassen und die Zuckerhüte erhält sie von einer Spezialfirma, die Bowle setzt sie in ihrer Gaststätte an.

Das Rezept? „Geheimnis“, sagt Nicole und lacht. Immerhin, so viel verrät sie: Wein, Rum, Orangensaft und Gewürze sind enthalten. In welcher Zusammensetzung will sie nicht sagen.

„Vom 12. bis 14. Dezember steppt in Kitzingen der Bär.“
Claudia Biebl, Stadtmarketingverein

Die Feuerzangenbowle erfreut sich in Deutschland großer Beliebtheit, vor allem seit dem gleichnamigen Film mit Heinz Rühmann aus dem Jahr 1944. Rezepte gibt es zuhauf. Je nach Region werden unterschiedliche Zutaten verwendet. Immer gleich ist die Methode, den Zuckerhut zum Brennen zu bringen: hochprozentiger Rum wird vorsichtig darüber gegossen, dann wird das Gebilde angezündet.

Uschi und Nicole verwenden 80-prozentigen Rum. Im Punsch selbst ist bereits 40-prozentiger Rum enthalten. „Das haut ganz schön rein“, kommentiert einer der Gäste vor dem Stand.

Für das kommende Wochenende stellen sich nicht nur die beiden Frauen vom Feuerzangenbowlenstand auf einen großen Ansturm ein. Am dritten Advent wird der weihnachtliche Treffpunkt am Marktplatz durch den großen Weihnachtsmarkt im Stadtgebiet ergänzt. Wie beim Stadtfest wird das Bürgerbräu-Gelände einbezogen und weihnachtlich dekoriert. Für Aussteller und Besucher ist das ideal, denn dort stehen zwei große Hallen zur Verfügung. Ein Bummel kann völlig wetterunabhängig erfolgen.

„Die Zahl der Aussteller ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen“, informiert die Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins, Claudia Biebl. Sie ist überzeugt: „Vom 12. bis 14. Dezember steppt in Kitzingen der Bär.“ Und wenn ihm doch einmal kalt wird, dann kann er sich mit Glühwein oder einem Glas Feuerzangenbowle wieder schön aufwärmen.

Weihnachtsmarkt

Versteigerung: Die Weihnachtsbäume, die von den Kindern aus zehn Kitas und den beiden Kitzinger Grundschulen geschmückt wurden, werden am Samstag, 13. Dezember, ab 14 Uhr versteigert.

Gewinnspiel: „Mit 24 Sternen zum

Hauptgewinn.“ Beim Einkauf in rund 30 Geschäften kann man Sterne, sprich Treuepunkte, sammeln. Wer sein Heft voll hat,kommt in eine Lostrommel. Der Hauptpreis sind 500 Euro als Einkaufs-Schexs, die in über 140 Geschäften eingelöst werden können.

Aktion „Lass den Klick in deiner Stadt“: Wer in Kitzingen einkauft, kann sich seine Waren kostenlos nach Hause liefern lassen; ein Service vom Autohaus Spindler. Weitere Infos online unter www.stmv.info