Berufliches Schulzentrum: Immer am Puls der Zeit
Autor: Ralf Dieter
Kitzingen, Donnerstag, 30. Januar 2020
Wo Veränderungen und Wandel Alltag sind: Die drei Schulleiter vom Beruflichen Schulzentrum Kitzingen-Ochsenfurt berichten über Trends und Herausforderungen.
Kitzingen/Ochsenfurt Rund 3000 Schüler, etwa 200 Lehrkräfte. Schon an diesen Zahlen wird deutlich: Das Berufliche Schulzentrum Kitzingen-Ochsenfurt ist ein wichtiger Faktor in der Ausbildung junger Menschen in der Region. Mehr als 20 Berufe können an den beiden Standorten Kitzingen und Ochsenfurt erlernt werden. Die drei Schulleiter stellen aktuelle Trends und notwendige Weichenstellungen für die Zukunft vor.
Frank Delißen (Leiter des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Kitzingen-Ochsenfurt): Die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik wird seit Jahren konstant nachgefragt. Eine Steigerung haben wir auch bei den Land- und Baumaschinenmechatronikern verzeichnet.
Gerlinde Porzelt (Schulleiterin i.V. Berufsschule in Ochsenfurt): Einer der beliebtesten Berufe ist sicher der Kfz-Mechatroniker. Da ist der Zustrom seit Jahren groß.
Delißen: Bei den Fachverkäuferinnen Bäckerei und Konditorei und in der Gastronomie. Vor neun Jahren waren es noch mehr als 400 Auszubildende in diesem Bereich, aktuell sind es nur noch 164. Der Bereich Ernährung und Versorgung ist insgesamt rückläufig.
Robert Schöfer (Schulleiter i.V. Berufsschule in Kitzingen): Die meisten aus den Landkreisen Kitzingen und Ochsenfurt. Die Winzer kommen aus ganz Bayern, manche Gärtner sogar aus Hessen.
Gibt es genug Lehrer?Delißen: Grundsätzlich sind wir personell gut ausgestattet. In manchen Bereichen fehlt es allerdings an Nachwuchs. In der Landwirtschaft oder in einigen technischen Berufen. Da sind auch Quereinsteiger gesucht.
Porzelt: Zum Team gehören auch Beratungslehrer, zwei Schulpsychologen und Jugendsozialarbeiter, die auch aufsuchend tätig werden, wenn es nötig ist. Unser Ziel lautet, nah dran zu sein an den jungen Menschen.