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Etwashäuser Kerm: Volle Innenstadt bei Traumwetter


Autor: Hartmut Hess

Kitzingen, Montag, 16. Oktober 2017

Die Traditionskirchweih in der Gärtnervorstadt Etwashausen war am Sonntag ein Erfolg auf der ganzen Linie - und das auf beiden Seiten des Mains in der Großen Kreisstadt.
Der verkaufsoffene Sonntag zur Etwashäuser Kirchweih lockte Besucherscharen nach Kitzingen.


Die Traditionskirchweih in der Großen Gärtnervorstadt Etwashausen war am Sonntag ein Erfolg auf der ganzen Linie. Bei Traumwetter erlebten tausende Schaulustige den sehenswerten Umzug, es herrschte eine prächtige Stimmung und anschließend zogen die Gäste in Scharen zum Einkaufsbummel in die Altstadt.

„Wir waren bewusst zurückhaltend und haben keine Sonderaktionen geboten, weil die Etwashäuser im Vordergrund stehen sollten“, sagte die Stadtmarketingverein (STMV)-Vorsitzende Claudia Biebl. Sie war am Sonntag in Etwashausen – und dabei fiel ihr auf, dass nicht nur viele Landkreisbürger vor Ort waren. „Ein Paar kam extra aus Neustadt/Aisch, auch Wohnmobilisten interessierten sich für die Kirchweihweih“, konstatierte Claudia Biebl.

Ihre Beobachtungen deckten sich mit anderen Aussagen, nachdem relativ viele auswärtige Autonummern am Sonntag in Kitzingen registriert wurden.

„Die Ebshäuser Kerm und eine volle Altstadt, das ist ein Feiertag für Kitzingen“, fand Oberbürgermeister Siegfried Müller.

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Die Resonanz aus der Geschäftswelt fiel unterschiedlich aus, es gab sehr zufriedene Geschäftsleute wie die Gastronomen sowie Betreibern von Cafes und Eisdielen, denen die Temperaturen voll in die Karten spielten. Andere waren überhaupt nicht zufrieden, da sich das Kaufverhalten der Menschen sehr differenziert entpuppte. „Bei dem schönem Wetter haben die Leute mehr Lust zum Flanieren, als sich in den Geschäften zu drängen“, beschrieb Alfred Schenkel vom gleichnamigen Juweliergeschäft die Konstellation. Dennoch fand er den verkaufsoffenen Sonntag insgesamt in Ordnung, denn der Einzelhandel brauche jeden Aktionstag, um sich zu präsentieren und um im harten Wettbewerb mit den Onlinehändlern zu bestehen. „Verkaufsoffene Sonntage dienen mehr der Kundenpflege und sind weniger umsatzstarke Tage“, fasste Claudia Biebl die Eindrücke der Einzelhändler zusammen.

Die Etwashäuser Burschenschaft hatte dem vom Stadtmarketingverein organisierten Kitzinger Brückenschoppen, der heuer seine Premiere gefeiert hatte, auf einem Festwagen thematisiert. Kirchweihpräsident Markus Volbers wandte sich vor großer Kulisse mit dem Wunsch an Claudia Biebl, dass es den Brückenschoppen weiterhin und auch über einen längeren Zeitraum geben solle. Auf Nachfrage dieser Redaktion versicherte Claudia Biebl: „Wir sind am Brückenschoppen dran.“ Doch sei die Organisation recht aufwändig und der Stadtmarketingverein damit über einen längeren Zeitraum personell überfordert. Deswegen suche der STMV nach Partnern und sei auch im Gespräch mit der Stadt, um den Brückenschoppen weiterführen zu können.

„Aus dem Rathaus kommen positive Signale“, erklärte Claudia Biebl, die sich zuversichtlich gibt, dass auch kommendes Jahr auf der Alten Mainbrücke wieder geschöppelt werden kann.

Nach der Etwashäuser Kirchweih steht in Kitzingen am 12. November noch ein weiterer verkaufsoffener Sonntag ins Haus. Dann wird der STMV wieder einen Gesundheitspark auf die Beine stellen und der Einzelhandel mit diversen Aktionen aufwarten.