Die Wärme im Folientunnel hat's erreicht: Bei Prichsenstadt wird der erste Spargel gestochen. Der hat einen Frühstart hingelegt – mit klimatischer Hilfe.
Es ist ein extremer Frühstart für das kälteempfindliche Gemüse: Obwohl es draußen ungemütlich war, streckte am Dienstag der erste Spargel in Prichsenstadt den Kopf aus der Erde.
Allerdings durften die Stangen auf einem Feld des Spargelhofs Zieracker die Wärme im Folientunnel genießen. Dass sie so bald den Weg ins Freie suchten, schreibt Landwirt Roland Zieracker dem Klima zu.
Der „Kältereiz“ zu Jahresbeginn habe mit den vergleichsweise warmen Monaten Februar und März (jeweils plus drei Grad über dem langjährigen Mittel) für einen Wachstumsschub gesorgt – „eine Woche früher wie letztes Jahr.“ Der erste Spargel, den Zieracker und seine Erntehelfer (im Bild) stechen, ist nur der Auftakt für die Saison.
Richtig los gehen soll es nach den Worten des Spargelanbauers Anfang April. Zieracker hat 30 Hektar Anbaufläche für das Edelgemüse reserviert. Im Landkreis Kitzingen sind es rund 250 Hektar, wie Nikolai Kendzia, Abteilungsleiter Gartenbau am Kitzinger Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erklärt.
1#googleAds#100x100 Am Start seien derzeit aber nur begünstigte Lagen und ein gutes „Folienmanagement“. Der frühe Spargel wird laut Kendzia zwischen zwölf und 15 Euro pro Kilo kosten. In zwei Wochen, wenn er überall voll in die Gänge kommt, werde sich der Preis nach unten regulieren. Der Experte rechnet dann mit einem Niveau um die sechs Euro.
Übrigens: Die offizielle Eröffnung der Spargelsaison ist am 5. April in Lindach. Mit dabei ist Landwirtschaftsminister Helmut Brunner.