Dorfschätze erhalten einen Sonderpreis
Autor: Andreas Stöckinger
Wiesentheid, Donnerstag, 20. Oktober 2016
Mit der Verleihung des Staatspreises im Wettbewerb Land- und Dorfentwicklung wird die Arbeit des kommunalen Zusammenschlusses der „Dorfschätze“ endlich anerkannt.
Kommende Woche ist es so weit. Dann werden Inge Thomaier und Alexandra Ludwig bei der Verleihung des Staatspreises im Wettbewerb Land- und Dorfentwicklung in München einen Sonderpreis entgegennehmen. Für die beiden Mitarbeiterinnen des kommunalen Zusammenschlusses der „Dorfschätze“ ist das natürlich etwas Besonderes. „Wir nehmen es als eine Anerkennung und Belohnung unserer Arbeit, die wir hier tun. Auch in München, im Ministerium, wird das wahrgenommen“, beschreibt es Inge Thomaier, die sich sichtlich mit ihrer Mitarbeiterin auf diesen Anlass freut.
Sie ist von Anfang an, also seit zehn Jahren, als Geschäftsführerin des Zusammenschlusses aus neun Gemeinden dabei. Das Büro der Initiative, quasi die Zentrale, befindet sich im Wiesentheider Rathaus. Den Vorsitz der Dorfschätze hat aktuell Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier inne.
1#googleAds#100x100Seit Bestehen brachten die Dorfschätze bereits einiges in punkto Zusammenarbeit zwischen den Kommunen auf den Weg. Die Auszeichnung, bei der neben einer Urkunde auch ein zweckgebundener Geldpreis in Höhe von 3000 Euro ausgeschüttet wird, erhielten sie in der Kategorie „Kreative Initiativen, Planungs- und Entwicklungsprozesse.“ Hauptthema war dabei das Projekt „Dialog der Generationen“. Hier geht es darum, durch Veranstaltungen eine Plattform zu schaffen, dass alle Generationen Möglichkeiten zum Kennenlernen, Gespräch und Austausch haben. Lebenswerte Orte für Jung und Alt sollen entstehen. Zudem will der Arbeitskreis Bürger für die Veränderungen durch den demografischen Wandel sensibilisieren und Bewusstsein wecken.
So hat es einst der eigens dazu bei den Dorfschätzen gebildete Arbeitskreis formuliert. Der Zusammenschluss der Gemeinden hatte sich neben etlichen anderen Kommunen für den Wettbewerb beworben, der alle zwei Jahre stattfindet. Er ist besonders auf Kriterien der Nachhaltigkeit festgelegt, großer Wert wird zudem auf die Themen Innenentwicklung und demografischer Wandel gelegt. Zudem müssen die Projekte dem Grundsatz einer aktiven Bürgerbeteiligung gerecht werden.
Es folgte eine interne Vorauswahl im Ministerium, wo zehn Verbände ausgesucht wurden. Danach besichtigte eine Kommission im Frühjahr die einzelnen Bewerber und ließ sich vor Ort über die Projekte unterrichten. Erst danach wurden die Preisträger bestimmt.
Diesmal gab es insgesamt drei verschiedene Kategorien, in denen der Sieger bis zu 8000 Euro an Preisgeld bekommt. Für die Nächstplatzierten wurden noch einmal bis zu 6000 Euro für Sonderpreise angesetzt, wobei sich die Dorfschätze den Preis und das Geld mit einer Initiative aus Syrgenstein (Landkreis Dillingen) teilen.
Die Begründung, warum die Dorfschätze den Sonderpreis bekommen, formulierte das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten so: „Der Preis wird verliehen für den umfassenden und breit angelegten Entwicklungsprozess mit dem Ziel der Stärkung der Gemeinden, der Stabilisierung der Region und der Entwicklung gemeinsamer Konzepte, mit denen die Attraktivität des Raums für alle Generationen gesteigert und dadurch das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt werden soll.“