Der Chor der Chorleiter

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Die Damen des Wiesenbronner Dreiklangs gratulierten den Frankobarden wie alle geladenen Ensemble musikalisch und obendrein mit einem Geschenkkorb ...
Foto: HARTMUT HESS
Die beiden maßgeblichen Männer der Frankobarden strahlen beim Jubiläumsabend: Chorleiter und Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Wolbert und der ehemalige Bezirksheimatpfleger Reinhard Worschech.
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Dem Erhalt und der Weitergabe des Fränkischen Volkslieds in Mundart haben sich die Frankobarden verschrieben ...
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Die Frankobarden sind ein ungewöhnlicher Cor und 25 Jahre alt. Das feierte die Sängergruppe in Willanzheim – mit vielen Freunden.

Gesang und Musik markieren einen kulturellen Schwerpunkt zu den Feiern im Jubiläumsjahr, 1275 Jahre nach der ersten urkundlichen Erwähnung der Gemeinde Willanzheim. Aus diesem Grund wählten die Frankobarden den Sportheimsaal des SV als Lokal für den Festabend zum 25-jährigen Jubiläum des Männerchors.

Ein Doppel-Quartett

Der ehemalige Bezirksheimatpfleger Reinhard Worschech berichtete aus den Gründertagen: Die Wiederbelebung des fränkischen Volkslieds und besonders des Mundartlieds waren die Intention der neun Sangesfreunde, die mehrheitlich Chorleiter sind, als sie sich zum Doppel-Quartett Frankobarden zusammentaten. Doppel-Quartett heißt, dass die vier Stimmen erster Bass, zweiter Bass, erster Tenor und zweiter Tenor jeweils doppelt besetzt sind.

Den Jubiläumschor bilden Karl-Heinz Wolbert (Willanzheim), Reinhard Worschech und Hermann Müller (beide Mainsondheim), Adalbert Hanshans und Dietmar Worschech (beide Sulzfeld), Winfried Worschech und Ralf Weigand (beide Großlangheim), Paul Werner (Untereisenheim) und Willi Priester (Gerlachshausen).

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Ihrer Ansicht nach, waren Mundartlieder in unseren Breiten zu lange vernachlässigt worden, was im Süden des Freistaats aber selbstverständlich war. Die Frankobarden um ihren Chorleiter, Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Wolbert, haben sich ihrem Herzensanliegen verschrieben, das reiche Liedgut in fränkischen Gefilden für die Kinder und Kindeskinder zu erhalten und im gemeinsamen Singen zu pflegen.

Sie haben ein Repertoire von rund 150 – meist vierstimmigen – Liedern. „Wir sollten nie vergessen, dass es kaum einen anderen Volksstamm als uns Franken gibt, der auf einen solch umfangreichen Schatz an Volksliedern zurückgreifen kann“, betonte Reinhard Worschech. Mit „Wohlauf ihr Freunde lasst uns singen“ traf der Landfrauenchor mit Leiter Richard Haack den Kern des Abends. Rosi Schmidt ging auf die Freundschaft mit den Frankobarden ein. Einige von ihnen hatten bei den Landfrauen als Dirigenten ausgeholfen.

Die Kleinlangheimer Pfarrgasssänger Dieter Zeller, Gerhard Zehnder und Ansgar Leimig sangen ein Loblied auf den Frankenwein. Gerhard Zehnder bemerkte, dass sie den Frankobarden hinterher sind, denn das Kleinlangheimer Trio feierte im Dezember erst sein 20-jähriges Bestehen.

Ein Heimspiel hatte der Willanzheimer Männerchor, der mit Dirigent Stefan Eitel anstimmte, dass jetzt die lustigen Tage kommen. Das zweite Frauen-Ensemble des Abends war der Wiesenbronner Dreiklang, dessen Damen gesanglich eine fränkische Liebeserklärung abgaben.

Lob galt dem Dirigenten

Den instrumentalen Part übernahmen die Hellmitzheimer Musikanten mit ihren Chorleiter Wolfgang Schneider sowie die Fränkischen Tanz- und Spielleut des Musikvereins Willanzheim, die sich mit Märschen Beifall verdienten.

Reinhard Worschech brachte ein Lob auf Karl-Heinz Wolbert aus, dem der besondere Klang und der markante Ausdruck zu verdanken sei. Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert bezeichnete es als besondere Ehre, dass die Frankobarden das Jubiläumsjahr der Gemeinde bereicherten. Sie würden ihre Lieder erzählen und die Zuhörer mit auf einer Reise nehmen – wie es historisch die Barden taten.