Mit Recht übt der DGB Kritik über sinkende Renten und zunehmende Altersarmut. Das sehe ich genauso. Das Schreckgespenst vieler Rentner. Denn die Altersarmut nimmt in Deutschland stetig zu. Die Schere öffnet sich weiter, die Kluft zwischen arm und reich wächst stetig und die soziale Spaltung nimmt zu.

Dass die jetzigen Rentner in der Regel ganz gut versorgt sind, trifft bei vielen zu. Die Frage ist nur, wie lange noch. Allerdings leben auch viele Rentner von der staatlichen Grundsicherung (Sozialhilfe), insbesondere betrifft das die Frauen. Geringverdiener, Minijobber, Teilzeitkräften, Langzeitarbeitslose usw. droht dasselbe Schicksal. Alle werden später, wenn sie sich zur Ruhe setzen, ihren Lebensstandard erheblich einschränken müssen.

Im Klartext: Sie verbringen ihr Alter in Armut. So bleibt vielen Beziehern der Gang zum Sozialamt nicht erspart. Es kann doch nicht sein, dass man nach einem arbeitsreichen Leben zu wenig Rente bezieht. Auch Altersvorsorge können viele Erwerbstätige nicht oder nicht in dem Umfang betreiben, weil ihnen schlichtweg das Geld dafür nicht zur Verfügung steht.

Das gleiche gilt auch für die große Witwenrente. Hier ist die Bundesregierung gefragt und müsste in dieser wichtigen sozialen Frage in den kommenden Jahren schnellstens agieren und dem entgegensteuern. Beitragssenkungen halte ich auch nicht für sinnvoll.

Andrea Reitz
97340 Marktbreit