Die Gemeinde Wiesenbronn erhielt die staatliche Zusage für die Entnahme von Brunnenwasser mit der jährlichen Menge von 3000 Kubikmetern für eine Laufzeit von zehn Jahren. Das unter der Bedingung, dass die Entnahme dokumentiert und mit dem Wasser sparsam umgegangen wird, wie Bürgermeister Volkhard Warmdt in der Ratssitzung in der Sporthalle verlas. Den weiteren Ausführungen war zu entnehmen, dass die Wasseruhren eingebaut sind und bei Erreichen der 3000er Grenze der Brunnen geschlossen wird.

Weinbergsbewässerung ist nicht erlaubt, dagegen das Gießen von Jungpflanzen. Ein Beschluss zum Wasserpreis, zu dem 50 Cent pro Kubik im Gespräch waren, wurde noch nicht getroffen. Nach Vorschlag von Jan von Wietersheim sollen die Kosten dann festgelegt werden, wenn der Preis für das vorgesehene Chipsystem bekannt ist. Auch noch nicht entschieden ist der Passus, der auswärtige Pächter von Wiesenbronner Flächen betrifft. Bei der Diskussion zur Nutzung des Wassers waren sich die Ratsmitglieder einig, dass das Wasser nicht für Klospülung oder Rasenbewässerung verwendet werden darf, weitere Informationen wird es im VG-Mitteilungsblatt geben, kündigte der Bürgermeister an.

Das Büro Schulte führte die Kalkulation zu den Abwassergebühren durch und kam zu dem Ergebnis, dass der bisherige Preis von 1,14 Euro pro Kubikmeter auf 1,23 Euro ab 1. Juli erhöht werden muss. Gesenkt werden die Kosten für das Niederschlagswasser von bisher zwölf Cent pro Quadratmeter auf nunmehr sieben Cent. Die neue Preisgestaltung wurde einstimmig befürwortet.

Parkverbot: Begehung neuralgischer Punkte geplant

Diskutiert wurde der Antrag auf Einrichtung eines Parkverbots in einem Bereich der Koboldstraße, um die Ausfahrt aus einem Bauernhof zu sichern. Der Bürgermeister machte darauf aufmerksam, dass es noch weitere "neuralgische Punkte" im Ort gebe, weshalb die Ratsmitglieder eine Begehung durchführen sollten, was allgemeine Zustimmung fand. Bei zwei Gegenstimmen votierte das Ratskollegium für das Einzeichnen eines Kreuzes an der beantragten Stelle in der Koboldstraße.

Die Organisatoren des Oldtimertreffs "Prichsenstadt Classic" fragten in Wiesenbronn  wegen der Beteiligung an dem Event "Prichsenstadt Classics Picknick Hopping" am 28. Und 29. August an, bei dem die Fahrer in kleinen Gruppen starten und dazu einen Picknickkorb erhalten. Das alles unter dem Motto "Erkunde die Dorfschätze". Ein Halt in Wiesenbronn wurde rundherum begrüßt, als "gute Aktion" bezeichnet, bei der sich auch die Vereine beteiligen könnten, die noch die entsprechende Anfrage erhalten werden, so der einstimmige Beschluss des Rates.

Beteiligung am "Tag des Friedhofs"

Ebenso geschlossen stimmte das Gremium für die Beteiligung am Tag des Friedhofs am 19. September 2021, an dem unter anderem historische Führungen und Konzerte vorgesehen sind. Annette Prechtel sagte dazu, dass an diesem Tag wieder deutlicher ins Bewusstsein gerückt werden sollte, dass der Friedhof nicht nur ein Ort der Trauer, sondern auch der Erinnerung, Begegnung und Kultur ist. Bei der Diskussion wurde auch darauf verwiesen, dass dieser Tag auch eine Werbung für die Gemeinde beinhalte.

Ein weiteres Mal einig waren sich die Ratsmitglieder, als es um den Antrag auf Bewerbung Wiesenbronns als "Fairtrade-Town" ging, der die Zustimmung aller fand. Als nächste Schritte schlug der Bürgermeister die Gründung einer Steuerungsgruppe und die Ausarbeitung und Einreichung eines Konzepts vor. Nach Ansicht einiger Ratsmitglieder gehe es vor allem darum, das Bewusstsein für fairen Handel zu stärken.

Der Bürgermeister gab außerdem bekannt, dass in Zusammenarbeit mit den Wanderfreunden zehn Gussbauunterteile für Bänke angeschafft werden, dass bei der Gestaltung von Wildlebensbereichen nicht alle Flächen umgestaltet werden, dass die Vorführung zur Wildkräuterbekämpfung mittels Heißwasser  durch den Dorfschätzeverbund großen Anklang fand, dass das Umspanngebäude erneuert wurde und die Jagdpacht um weitere neun Jahre an die bisherigen Pächter verlängert wurde.