Castell hat soliden Haushalt
Autor: Andreas Stöckinger
Castell, Mittwoch, 09. März 2016
Auf soliden Beinen steht der Casteller Haushalt 2016: Die Arbeitsgrundlage für die Kommune fällt mit 2,287 Millionen Euro um rund 53 000 Euro höher aus als im Vorjahr.
Auf soliden Beinen steht der Casteller Haushalt für das Jahr 2016, den die Gemeinderäte verabschiedeten. Die Arbeitsgrundlage für die Kommune fällt mit insgesamt 2,287 Millionen Euro um rund 53 000 Euro höher aus als im Vorjahr. Das bedeute für die 817 Einwohner zählende Gemeinde einen neuen Rekord, so Bürgermeister Jochen Kramer. Die Kommune stehe trotz der Investitionen ganz gut da.
Zum Abgleich der Zahlen sind keine weiteren Kredite nötig, die Schulden werden erneut zurückgefahren und liegen mit insgesamt rund 207 000 Euro, oder 253 Euro pro Kopf, auf einem moderaten Wert. Um das Ganze zu stemmen, entnimmt die Gemeinde 261 000 Euro aus ihren Rücklagen, von denen Castell noch 441 389 Euro auf der hohen Kante hat.
Bauland an den Schupfäckern
Maßgeblicher Punkt für die erneute Steigerung des Etats ist die vorgesehene Erweiterung des Baugebiets Schupfäcker, das westlich der Bundesstraße 286 in Richtung Wiesenbronn liegt. Rund 450 000 Euro investiert die Gemeinde für die Erschließung der Fläche, auf der insgesamt etwa 25 Bauplätze entstehen können. Dazu kommen 119 000 Euro für die Bushaltestelle am Herrengarten, die mit der Dorferneuerung neu gestaltet werden könnte. 40 Prozent davon muss die Gemeinde bezahlen, der Rest fließt über Zuwendungen wieder in die Kasse.
169 000 Euro sind für den Ausbau des schnellen Internets in Wüstenfelden und am Weiler Trautberg vorgesehen. Nach Abzug der Förderung muss die Gemeinde noch 51 000 Euro zahlen. Der Erwerb von Grundstücken ist mit 63 000 Euro angesetzt, die Untersuchungen der Kanäle in Castell und Greuth schlagen mit 30 000 Euro zu Buche.
Der auf 910 085 Euro taxierte Vermögenshaushalt sieht Investitionen von 637 000 Euro vor. Die Zuführung zum Verwaltungshaushalt beläuft sich in dem von Kämmerin Angela Roß erstellten Plan auf 155 000 Euro.
Größter Punkt bei den Einnahmen ist der Anteil an der Einkommensteuer, der sich auf 381 980 Euro beläuft. Vom Staat erhält Castell 291 000 Euro Schlüsselzuweisungen; Gebühren aus Kanal und Wasser machen 165 000 Euro aus, die Grund- und Gewerbesteuer ist mit 118 000 Euro veranschlagt. „Gerade bei der Gewerbesteuer sind wir nicht gesegnet“, kommentierte Bürgermeister Kramer ein bekanntes Thema.
In 20 Jahren mächtig investiert
Der Verwaltungshaushalt beläuft sich auf 1,377 Millionen Euro. Darin sind Personalausgaben mit 200 000 Euro für den Kindergarten sowie 175 000 Euro für die gemeindlichen Angestellten die größten Posten. An den Landkreis muss Castell als Umlage 276 000 Euro abführen, für die Verwaltungsgemeinschaft sind 102 000 Euro fällig. Bei der Steuerkraft liegt Castell auf Platz 28 der 31 Gemeinden des Landkreises.