Brunnenwasserverbrauch ist noch nicht vom Tisch

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Trinkwasser
Trinkwasser - ein besonderes Gut:
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Foto: Jens Büttner

Die Behandlung während der Auslegung eingegangener Stellungnahmen zur Aufstellung des Bebauungsplanes Schindäcker II und die Befragung zu Brunnen und Zisternen standen im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung Segnitz am Montag im historischen Rathaus.

Die Behandlung während der Auslegung eingegangener Stellungnahmen zur Aufstellung des Bebauungsplanes Schindäcker II und die Befragung zu Brunnen und Zisternen standen im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung Segnitz am Montag im historischen Rathaus.

Zweite Bürgermeisterin Marlene Bauer musste keine großen Debatten führen. Das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) bescheinigte der Gemeinde, sich aktiv um vorhandene Leerstände im Altort zu kümmern: In vier Anwesen sei wieder Leben eingekehrt. Außerdem wurden drei Baulücken im Ortskern geschlossen.

Das Landesamt für Denkmalpflege wies auf frühere Bodenfunde hin. Die Bürgermeisterin bekräftigte, dass die Gemeinde wie bei vorausgegangenen Bauvorhaben jedes weitere Vorgehen mit dem Landesamt absprechen will.

Die Ratsrunde stimmte allen vom Büro Horn Beratende Ingenieure und der Verwaltung ausgearbeiteten Beschlussanträgen zu.

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Private Einwendungen waren während der Auslage der Pläne nicht eingegangen. Allerdings erklärte ein Bürger in der Sprechstunde zum Ende der Sitzung, dass er sich die Breite seiner Wohnstraße anders vorgestellt habe. Er musste von Bauer zur Kenntnis nehmen, dass die öffentliche Auslage der Pläne im Juli/August 2015 erfolgte und kein Widerspruch mehr möglich ist. Gemeinderat Sebastian Kohrmann kritisierte die Verwaltung, weil es von August bis jetzt gedauert habe, bis die Stellungnahmen bearbeitet wurden. Dazu wollte er eine Antwort der Verwaltung.

Der Gemeinderat griff das Ergebnis seiner Befragung zu Brunnen und Zisternen auf. Er genehmigte in einem Fall die Benutzung von Brunnen- und Zisternenwasser für die Toilettenspülung und in drei Fällen die Nutzung für Toiletten und zur Gartenbewässerung, alle mit einem Zähler. 36 Grundstücke wurden zur Gartenbewässerung von der Benutzungspflicht der öffentlichen Wasserversorgung befreit. 34 Bürger mit einem Jahresverbrauch von weniger als 25 Kubikmeter/Person beantworteten die Befragung nicht und werden erneut angeschrieben – jetzt mit Terminvorgabe, bis wann ihre Antwort zu erfolgen hat. Gartenbaubetriebe sollen zudem erklären, welche Wassermengen in die Kanalisation eingeleitet werden. Die Gemeinde behält sich in allen Fällen Überprüfungen vor.

Weitere Entscheidungen im Rat:

• Der in der Niederschrift der vorausgegangenen Sitzung festgehaltene Flächentausch kommt auf Antrag von Norbert Bischoff in der kommenden Sitzung noch einmal in die Beratung, da der Text nicht der ursprünglichen Formulierung entspreche und spätere Missverständnisse vermieden werden sollen.

• Der Schaustellerbetrieb Krzenck bewarb sich für den Betrieb des Vergnügungspark zur Kirchweih. Die Räte stimmt, erfreut darüber, dass ein Vergnügungspark zustande kommt, zu.

• Gemeinderat Achim Volkamer hat als Förster den Gemeindewaldbestand 2014 eingehend besichtigt und regte für 2016 die Reduzierung des Robinien- und Akazienbestandes am Oberhang Steinsbuck an. Nach Abzug von Fördermitteln bewegen sich die Kosten für die Gemeinde bei 2000 Euro. Der Gemeinderat stimmte zu.

• Da die Ortsdurchfahrt mehr kostet als geplant, wird der Beginn der Arbeiten zur Neugestaltung der Mainlände auf einen späteren Zeitpunkt verlegt. Die Gestaltung der Kreisel dagegen könnte die Gemeinde selbst angehen. Dafür stehen jeweils 15 000 Euro bereit. Das Planungsbüro arc.grün soll die Kosten nochmals durchrechnen, der Baubeginn an der Mainlände wird mit dem Amt für ländliche Entwicklung und dem Staatlichen Bauamt abgesprochen.

• Bei den Schulverbandsumlagen kommen auf die Gemeinde im Bereich Grundschule 2318 Euro/Schüler zu, bei 22 Schülern sind das 50 996 Euro. Die Mittelschule besuchen sieben Schüler. Bei einer Umlage von 2695 Euro/Schüler belaufen sich die Kosten auf 18 865 Euro.

• Die am Kirchenschiff angebrachte Hinweistafel auf die Sehenswürdigkeit Kirche fehlt und wird ersetzt.

• Der Gesangverein wird bei der Verteilung von Vereinszuschüssen für die Kulturarbeit wieder berücksichtigt. Der Gemeinderat stimmte zu. Sollte der Jugendchor integriert werden, soll ein neuer Antrag gestellt werden.

• Die Räte vergaben den Auftrag zur Breitbandanbindung an die Telekom als einzigem Bieter im Auswahlverfahren. Mehrkosten von 45 714 Euro werden mit 80 Prozent gefördert. Der Zuschuss beträgt 36 571 Euro, so dass die Gemeinde 9143 Euro zu tragen hat. Die Gemeinde profitiert bei der Versorgungsqualität von der Nähe des Hauptverteilers in Marktbreit. Kohrmann regte an, mit der Telekom das mögliche weitere Vorgehen zur späteren Versorgung der Haushalte mit Glasfaserkabeln abzusprechen.