Verfolgungsjagd auf der A3: Autofahrer (41) mit "lebensgefährlicher Fahrweise" unterwegs

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Zu einer Verfolgungsjagd ist es am Karfreitag auf der A3 bei Biebelried gekommen. Der Polizei war ein Autofahrer mit gefährlicher Fahrweise aufgefallen.

Am Karfreitag (7. April 2023) ist den Beamt*innen der Autobahnpolizei ein Autofahrer aufgefallen, der auf der A3 wegen seiner halsbrecherischen Fahrweise andere Verkehrsteilnehmer*innen gefährdet hat. Das teilt die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried mit.

Gegen 12 Uhr wurde eine Streife der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried auf einen Autofahrer aufmerksam, der auf der Standspur der A3 in Richtung Nürnberg fuhr. Nachdem sich der Einsatzwagen mit Blaulicht und Martinshorn hinter das Auto begeben hatte, gab der Fahrer Gas und fuhr mit einer Geschwindigkeit von 140 bis 180 km/h auf dem Seitenstreifen weiter. Dabei wechselte er des Öfteren die Fahrstreifen und durchquerte auch Baustellenbereiche, in denen die Geschwindigkeit auf 60 km/h beschränkt war.

Kreis Kitzingen: Verfolgungsjagd auf der A3

Wie durch ein Wunder wurde durch die Fahrweise des Autofahrers niemand verletzt, so die Polizei. Und das, obwohl der Streifenwagen mehrfach fast gerammt wurde. Nachdem der 41-jährige Fahrer aus dem Raum Wertheim auf die A7 in Richtung Ulm gewechselt hatte und dort seine Fahrt in ähnlicher Weise fortgesetzt hatte, fuhr er auf den Parkplatz „Kurzmandl“ und blieb auf einem Lkw-Parkplatz stehen.

Dort ließ er sich von mehreren Streifen der Autobahnpolizei widerstandslos festnehmen. Der Mann wirkte abwesend, sprach nicht und reagierte auf keinerlei Zeichen. Bei einer Durchsuchung fanden die Polizist*innen eine Schreckschusswaffe und ein Reizstoffsprühgerät bei dem Mann.

Nachdem ein Notarzt den 41-Jährigen untersucht hatte, stabile Vitalzeichen und keinen Behandlungsbedarf gesehen hatte, wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht, da er sich offensichtlich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden hatte.

Lebensgefährliche Fahrweise: Autofahrer in psychischer Ausnahmesituation

Neben den vielen Verstößen nach der Straßenverkehrsordnung werden gegen den Fahrer auch Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, verbotenes Kraftfahrzeugrennen und eines Verstoßes nach dem Waffengesetz eingeleitet.

Außerdem sucht die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried Zeug*innen des Vorfalls und Verkehrsteilnehmer*innen, die gefährdet oder behindert wurden. Hinweise werden unter der Telefonnummer 09302-9100 entgegengenommen.