Aufgrund des guten Bodens hat der Wald der Gemeinde Biebelried den trockenen Sommer 2015 besser verkraftet als erwartet. Die Bestandsaufnahme aus dem Gemeinderat.
Aufgrund des guten Bodens hat der Wald der Gemeinde Biebelried den extrem trockenen Sommer 2015 besser verkraftet als erwartet. Der Altbestand sei natürlich gestresst, erklärte Achim Volkamer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Biebelrieder Gemeinderat, der im Westheimer Rathaus tagte. Bei den ausgebrachten jungen Pflanzen hätten es 90 Prozent gepackt.
Bei der Vorstellung des Jahresbetriebsplans stand Achim Volkamer auch für solche Fragen zur Verfügung. Renate Zirndt hinterfragte zudem die künftige Pflanzung von Bäumen mit Blick auf die Klimaveränderung, da ihrer Ansicht nach die Eiche nicht unbedingt geeignet sei. Ganz auf diesen Baum verzichten würde er nicht, meinte Volkamer. Im Gegensatz zum Altbestand sei der Anteil der Eichen beim Jungbestand gering. Hier fänden sich Hainbuche, Feld- und Bergahorn und Kirsche. Gepflanzt worden sein Elsbeere, Esskastanie und Nussbäume. „Welcher Baum richtig gut ist, werden wir sehen“, sagte Volkamer. Er hält derzeit eine größere Vielfalt im Wald für richtig.
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110 Festmeter Holz sollten heuer gemacht werden, 175 wären möglich. Das als Ausgleichsfläche vorgesehene Waldstück soll ausgelichtet werden, aus dem Douglasien-Bestand sollen 50 Festmeter geschlagen werden, falls eine Holzvollerntemaschine in der Nähe sowieso einen Einsatz hat. Diskutiert wurde im Rat auch darüber, ob das Fällen von Rechtlern oder Bürgern geschehen könnte.
Nur eine Bürgerversammlung
Weitere Themen im Gemeinderat am Dienstagabend:
• In diesem Jahr wird es nur eine Bürgerversammlung geben, die in Biebelried stattfinden soll. Acht Gemeinderäte stimmten für den Wunsch von Bürgermeister Roland Hoh, vier waren dagegen. Renate Zirndt zeigte sich „entsetzt und enttäuscht“, dass es zu diesem Punkt nur einen Beschlussvorschlag gebe. Sie räumte ein, dass das Gesetz in der Tat nur eine Bürgerversammlung vorschreibe. Eine Versammlung pro Ortsteil sei aber eine gewisse Wertschätzung den Ortsteilen gegenüber. Andrea Czech betonte, dass der Bürgermeister dies schon einmal 2014 probiert habe. „Nicht noch einmal probieren, was schon einmal probiert wurde“, machte Czech ihren Standpunkt deutlich. Zudem hätten Bürger, die am Termin der Bürgerversammlung für ihren Ortsteil keine Zeit gehabt hätten, in einem anderen Ortsteil an der Versammlung teilnehmen können.
Hoh verteidigte jedoch sein Ansinnen. In einer Versammlung sah er den Vorteil, dass jeder Bürger die Anliegen aus allen Ortsteilen mitbekomme. Zudem könnten die Bürger aus allen Gemeindeteilen nach der Versammlung noch gemütlich beieinandersitzen.
• Bei der Wasserentnahmestelle in Kaltensondheim bleibt alles beim Alten. In der Dezembersitzung des Gemeinderats hatte man noch über Gebühren nachgedacht. Bürgermeister Roland Hoh stellte jetzt einen Vorschlag zur Diskussion, nach dem 100 Kubikmeter frei seien, danach würden Gebühren fällig. Für Renate Zirndt war dies Gedankenübertragung. Ihr Vorschlag zielte nämlich in die gleiche Richtung. Allerdings löste sie mit ihrem Vorschlag von fünf Euro pro Kubikmeter über der Freimenge Empörung aus. Für Manfred Kleinschrodt war diese Summe zu hoch. Er monierte, dass die Gemeinde vieles sponsere, und jetzt hier nicht zulangen könnte. Mit dem bisherigen Hauptabnehmer des Wassers aus der Entnahmestelle sei offenbar zu reden, meinte Gunnar Krauß, weswegen er auf Spenden setzt. Eine solche sei auch für das 2015 entnommene Wasser in Aussicht gestellt, fügte Hoh hinzu, weswegen der Gemeinderat die bisherige Praxis beibehalten will.