Neun Stunden, rund 80 Aussteller und über 160 Ausbildungsberufe: Die Chance, sich einen Job zu angeln, war groß bei der 21. Berufsbörse der Wirtschaftschule in Kitzingen.
Mit dem Motto „Angel dir deinen Job“ ist die Berufsbörse an der Wirtschaftsschule in Kitzingen am Donnerstag in ihre 21. Auflage gegangen. Neun Stunden lang konnten sich Schüler aller Schularten bei gut 80 Ausstellern über mehr als 160 Ausbildungsmöglichkeiten informieren. Am Ende hatten gut 750 Jugendliche die Chance genutzt.
Sie hatten die Wahl. Von der Agentur für Arbeit bis zum Zehntkeller Romantik Hotel in Iphofen: Vom Handwerks- bis zum Großbetrieb reichte das Angebot. Von der Altenpflegehelferin bis zur zivilen Laufbahn bei der Bundeswehr: Die Palette der Berufe war breit. Von der klassischen Lehre bis zum dualen Studium: Viele Ausbildungsformen waren zu finden. Wie viele Schüler am Ende den Traumjob gefunden und damit die von Schulleiter Rudolf Schöfer bei der Eröffnung in Aussicht gestellte „fette Beute“ gemacht haben, ist nicht bekannt.
Ein Rundgang
Dass die Chancen gut waren, zeigte ein Rundgang über die auf Klassenzimmer und Aula auf drei Ebenen verteilten Stände der gut 80 Anbieter.
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Beispiel: Raum 210. Den hatten sich die Kitzinger Firma Lenz-Ziegler-Reifenscheid (LZR) und die Schreinerinnung geteilt. Elisabeth Ziegler zeigte sich kurz nach dem Start beim ersten Auftritt von LZR auf der Berufsbörse zufrieden. Eine feste Zusage hatte sie schon, für die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker oder Konstruktionsmechaniker beim Spezialisten für Transportbeton und Erdbau.
Der schönste Beruf
Mit ihr im Raum war die Schreinerinnung mit Obermeister Frank Ackermann. Im Gegensatz zu LZR ist die Innung von Anfang an dabei und Ackermann sieht die Chancen der Börse. Dabei stellte er die Zielrichtung klar: „Wir brauchen keine 100 Bewerber, wir brachen den Richtigen.“ Den haben die Ausbildungsbetriebe der Innung in den vergangenen Jahren immer wieder gefunden. „Für den schönsten Beruf der Welt“, wie Ackermann mit Überzeugung sagte.
Beispiel Moritz Kraus
Ein paar Türen weiter warteten Kitzingens Stadtgärtner Manuel Schömig und der stellvertretenden Bauhofleiter Dieter Pfrenzinger auf „Kundschaft“. Wie bei den anderen standen als Berater die eigenen Auszubildenden zur Verfügung. Beim Bauhof war es Moritz Kraus, der über die Berufsbörse seinen Traumberuf Straßenwärter fand. „Ein super Job“, sagte der Auszubildende im zweiten Lehrjahr: „Ich möchte nicht tauschen.“ Diese Einstellung und die wichtigsten mündlichen und schriftlichen Infos zur Ausbildung gibt er weiter.
Bundeswehr und Polizei
Dann die Aula. Dort hatte Hennig Topel von der Berufsfachschule für pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) keinen leichten Stand. Einmal mussten die Schüler den Weg unters Dach finden und sich durch das breite Angebot kämpfen. Und dann gab es dort zwei Stände, die regelmäßig umlagert waren. Die Polizei und die Bundeswehr waren an der Stirnseite stationiert. Und dort war der Andrang groß. Für viele Jugendliche sind das offenbar attraktive Arbeitgeber.