Der Kitzinger Stadtrat befasste sich in der jüngsten Sitzung mit folgenden Themen:

Mit dem Satzungsbeschluss für das private Baugebiet "Am Wilhelsbühl" setzte der Stadtrat den Schlusspunkt hinter die umstrittene Erweiterung des vorhandenen Wohngebiets. Jens Pauluhn (ÖDP), der in der Nähe wohnt, kritisierte, dass es keine Einigung mit den Anwohnern gebe. Klaus Sanzenbacher (Grüne) bemängelte, dass "die dauerhafte Sicherung der Ausgleichsflächen nicht den gesetzlichen Vorgaben" entspreche. Die Satzung wurde mit 18:8 verabschiedet.

Das Koordinationszentrum für bürgerschaftliches Engagement (WirKT) der AWO bekommt von der Stadt Kitzingen für die nächsten drei Jahre einen jährlichen Zuschuss von 17 800 Euro für die Unterstützung von Ehrenamtlichen und Vereinen. Allerdings steht der Beschluss unter dem Vorbehalt, dass sich auch der Landkreis mit einem nennenswerten Zuschuss an der Finanzierung beteiligt. Die Arbeit von WirKT mit Vereinen, Ehrenamtlichen und Flüchtlingen wurde hoch gelobt und als wertvoll anerkannt.

In einer Sondersitzung wird sich der Stadtrat noch vor Jahresende mit dem Bestand, Zustand und Leerstand der städtischen Wohnungen beschäftigen. Die CSU hatte um einen Überblick gebeten, um zu erkennen, welche Wohnungen mit welchem Aufwand in den kommenden Jahren saniert werden sollen.

Mit deutlicher Mehrheit lehnte der Stadtrat einen Antrag der Grünen ab, alle künftigen Beschlüsse auf ihre Auswirkungen für Klima und Umwelt zu prüfen (Klimavorbehalt). Nach Ansicht der Grünen müsse das Klima bei allen Entscheidungen Priorität haben. Oberbürgermeister Stefan Güntner und die Ratsmehrheit waren der Meinung, dass sich ein künftig geplanter Klimamanager damit beschäftigen könne. Derzeit könne die Verwaltung das nicht leisten.

Einstimmig nahm der Rat einen Antrag von UsW, ProKT und FW-FBW an. Er sieht vor, Flächen für neue Wohn- und Gewerbegebiete zu kaufen. Der OB sagte dazu, dass die Stadt nur noch zwei Grundstücke für neue Gewerbeansiedlungen besitze, eines 13 000 und eines 3000 Quadratmeter groß. Flächen für künftige Baugebiete fehlen ebenfalls.

Bufdis, die bei der Stadt Kitzingen ihren Dienst leisten, erhalten künftig den Maximalsatz des dafür vorgesehenen monatlichen Taschengeldes (414 Euro). Damit will die Stadt den Bundesfreiwilligendienst in der Verwaltung attraktiver machen. Der Stadtrat stimmte zu.

Von einem neuen Förderprogramm erhofft sich die Stadt einen weiteren Zuschuss für ihre Sanierung der Dreifachsporthalle im Sickergrund. Maximal drei Millionen Euro könnten dazu in die Stadtkasse fließen.

Zwei Personalien wurden im Stadtrat entschieden: Für den verstorbenen Alt-OB Rudolf Schardt wird die Stadt die Kosten für ein Ehrengrab übernehmen. Das beinhaltet die Grabanlage und die Pflege. Außerdem bestellte der Stadtrat Bürgermeisterin Astrid Glos zum 1.10. zusätzlich als Standesbeamtin.

Schließlich genehmigte der Stadtrat dem Oberbürgermeister und seinen Stellvertretern, das städtische Dienstfahrzeug auch für private Fahrten bis zu maximal 500 Kilometern im Jahr zu nutzen.