Druckartikel: An den Wurzeln des Bioweinanbaus

An den Wurzeln des Bioweinanbaus


Autor: Peter Pfannes

Volkach, Dienstag, 15. August 2017

Die elfte Auflage der Weinpräsentation der fränkischen Ökowinzer lockte zu einem weinseligen Ausflug auf die Vogelsburg.
Bei strahlendem Sonnenschein genossen an Mariä Himmelfahrt viele Weinliebhaber im Obstgarten der Vogelsburg die Rebensäfte aus ökologischem Weinanbau.


Paradiesische Zustände herrschten am gestrigen Himmelfahrtstag im grünen Obstgarten der Vogelsburg. Bei der elften Auflage der Weinpräsentation der fränkischen Ökowinzer strahlte der Himmel, was zahlreiche Gäste zu einem weinseligen Ausflug in die Probierstuben der fränkischen Ökowinzer nutzten.

Auch die Fränkische Weinkönigin Silena Werner begab sich auf Öko-Schnupperreise. 25 Aussteller, die sich dem biologischen Anbau ihrer Reben verschrieben haben, luden zu einer informativen Weinreise unter freiem Himmel ein.

Zurück zu den Ursprüngen lautete ein Motto der Veranstaltung, denn in der grünen Oase der Vogelsburg hatten die dortigen Schwestern Pionierarbeit beim biologischen Weinanbau geleistet. Vor über 50 Jahren begannen die Augustinus-Schwestern an den Hängen der Burg mit dem Ökoweinanbau. Die Vogelsburg wird deshalb als „Wiege des Ökoweinanbaus“ bezeichnet.

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Weiter aufwärts

Während sich die Schwestern mittlerweile zur Ruhe gesetzt haben, geht es mit dem Bioweinanbau in Franken weiter aufwärts. Laut Klemens Rumpel, Vorsitzender des Bunds Fränkischer Ökowinzer und -weingüter, bewirtschaften heute 36 Betriebe knapp 300 Hektar Weinbergsfläche in Franken biologisch. „Das sind fünf Prozent der gesamten Anbaufläche“, so Rumpel. Vor 26 Jahren begann man mit 17 Betrieben.

In vier Wochen wird nach seiner Meinung die Hauptweinlese beginnen. Bis dahin wünscht sich Rumpel vor allem Trockenheit und Sonne: „Der Regen war jetzt genug.“