Auf seine närrische Weinprobe, die seit Ende der 1980er Jahren fester Bestandteil des Terminkalenders ist, wollte der Weinbauverein in Albertshofen trotz Corona-Pandemie nicht verzichten und so traf man sich heuer virtuell via Videokonferenz mit allen Teilnehmern um nicht nur die Weinprobe live in Echtzeit mitmachen zu können, sondern gemeinschaftlich zu interagieren, lachen und feiern zu können.

Innerhalb kurzer Zeit seien Kochkäserezepte zusammen mit WLAN-Verschlüsselungen unter den Nachbarn, Bekannten und Freunden per Telefon ausgetauscht worden, heißt es zu der Aktion in einer Pressemitteilung. Die Weinpakete für die Verkostung wurden vom Weinbauverein gepackt und konnten an vier Werktagen im Gasthaus zum Anker abgeholt werden. Ein Paket war für zwei Personen gerechnet.

200 Teilnehmer waren es am Ende und jeder konnte sich über 0,2 Liter "Fast-Nacht-Secco" und einige 0,25 Liter-Bocksbeutel Silvaner, Müller-Thurgau, Rotling und Schwarzriesling sowie einen 0,75 Liter Bocksbeutel Kerner Kabinett freuen.

14 Tage lang nahmen Axel Ehliger und Cindy Reitmeier die Anmeldungen entgegen und versandten Links und Kenncodes mit witzigen Checklisten, was bei dieser speziellen Version einer "Weinprobe Daheim" zu beachten ist. Die Weinprobe selbst fand dann am Faschingssamstag statt. Ermöglicht wurde das unter der technischen Leitung von Pascal Philp, der für den reibungslosen Ablauf sorgte, heißt es in dem Presseschreiben weiter.

Für die Unterhaltung sorgte Edgar Gramlich mit gereimten Sprüchen die heuer mit dem Refrain endeten: “Die Höpper sind erfinderisch, die Prob’ kommt online auf den Tisch.” Aaron Schneider erläuterte fachlich fundiert die Weine und Weinprinzessin Emmi I. gestaltete den Abend mit. Mit Witzen und Anekdoten versüßten die drei den Zuschauern den Abend.

Durch den Abend moderierte die erste Vorsitzende Cindy Reitmeier. Grußworte kamen von Bürgermeister Horst Reuther, Sitzungspräsident des Höpper-Elfers Philipp Wenkheimer und das Prinzenpaar Anke I. und Ralf I.. Ein Highligt war laut Pressemitteilung auch der "Auftritt" des Präsidenten des Fränkischen Weinbauverbandes Artur Steinmann, der die Albertshöfer als Reblaus verkleidet grüßte. Selbst die Aufforderung zur Laolawelle nach Weisung von Cindy Reitmeier “Ich fang an – erst Olympiaviertel, dann Meeviertel, dann Siedlung und am Wald wieder nei, so rum söllerds geh” – kamen die Besucher im digitalen Raum nach.

Eine mehr als gelungene närrische Online-Weinprobe: Die Albertshöfer, aber auch einige Auswärtige hatten riesigen Spaß, schließt die Pressemitteilung.