Alarm am Tag des Ausflugs
Autor: Andreas Stöckinger
Füttersee, Montag, 10. Oktober 2016
Zur Kirchweih sahen die Gäste einen stattlichen Umzug und hörten Neuigkeiten vom Kirchweihprediger, denn ausgerechnet am Tag des Ausflugs musste die Feuerwehr ausrücken.
Großer Auflauf im kleinen Dorf: Zum Kirchweih-Wochenende war in Füttersee wieder einiges auf den Beinen. Die Kerwasburschen und -mädchen sorgten mit dem Umzug samt anschließender Predigt für den Höhepunkt im Geiselwinder Ortsteil. Prediger Andreas Klein und seine Mannschaft hatten sich einiges einfallen lassen, um die Kuriositäten der vergangenen Monate vorzustellen.
Ausgang nicht gefunden
Mittelpunkt des Festwochenendes ist das Schützenhaus, wo die vielen Helfer die Gäste bewirteten. Mit sechs Themenwagen startete der Umzug durch das 180 Einwohner zählende Dorf am Sonntagmittag. Die Steigerwaldkapelle aus Geiselwind spielte auf, bevor der Prediger am Dorfplatz loslegte.
Die Fütterseer hatten die vergangenen Monate wieder einige Vorlagen geliefert, die die Jugend um Andreas Klein dankend annahm. So übertrieb es ein junger Ortsbewohner auf einem Weinfest derart, dass er später im Krankenhaus seinen Namen nicht mehr genau wusste. Dort gab er an, man habe ihm K.o.-Tropfen verabreicht, doch der anschließende Test besagte etwas anderes. Die spätere Rechnung der Klinik deklarierte er daheim als Kosten für einen Erste-Hilfe-Kurs.
Beim Tanz in den Mai fand ein Gast den Ausgang aus dem Schützenhaus nicht mehr, so dass er sich des Nachts kurzerhand im Dachgeschoss unter Styropor-Platten zum Schlafen legte.
Tür aufgebrochen
Auch von einem feucht-fröhlichen Feuerwehr-Ausflug berichtete Klein. Ausgerechnet am gleichen Abend bescherte ein Gewitter mit Hochwasser einen Einsatz der Wehr. Den meisterte das „Fütterseer Sondereinsatz-Kommando“ nach manchen Schwierigkeiten.
Zudem war die Rede von einem Zeitgenossen, der sich versehentlich aus seinem Haus ausgesperrt hatte. Schnell wurde per Brecheisen die Haustür aufgebrochen, um dann festzustellen: die Tür zur Terrasse wäre offen gewesen.