Ab Frühjahr 2019 droht das Aus
Autor: Siegfried Sebelka
Kitzingen, Dienstag, 09. Mai 2017
Die Risse im Tierheim Kitzingen machen dem Tierschutzverein Sorgen. Einfach aufgeben? Das kommt für die Mitglieder nicht in Frage – selbst wenn ein Umzug fällig wird.
Das mit Rissen in den Mauern kämpfende Tierheim in der Kaltensondheimer Straße ist das Sorgenkind des Tierschutzvereins. Auch wenn in knapp zwei Jahren ein Umzug fällig sein sollte, aufgeben in ihrem Engagement für die Tiere ist für die Mitglieder ein Fremdwort und wird es auch bleiben.
Das machte der Vorsitzende Gerd Menche in der Hauptverhandlung am Wochenende deutlich. Zuvor hatte Tierheimleiterin Angela Drabant über die baulichen Schäden und die Folgen für das Tierheim berichtet.
Das Gebäude steht, wie berichtet, auf einem stillgelegten Bergbaustollen aus den Jahren 1890 bis 1908 . Wie es in der Mitteilung zur Versammlung heißt, wurden im Herbst vermehrt Risse an der gesamten Bausubstanz festgestellt. Bei einem Ortstermin habe das staatliche Bergbauamt die Schäden begutachtet und an verschiedenen Stellen mehrere Riss-Monitore angebracht.
Maximal bis 2019 ist der Betrieb noch möglich
Laut dem Bergamt kann das Tierheim höchstens bis zum Frühjahr 2019 betrieben werden, wird Drabant zitiert. Inzwischen sei die Stadt Kitzingen über den Sachverhalt informiert. Die Suche nach einem Ersatzstandort sei angelaufen.
Zu Beginn der Versammlung hatte sich Gerd Menche bei allen Gönnern des Tierschutzvereins und des Tierheims bedankt und dabei das Tierheim-Team und die Gassigeher hervor gehoben.
In seinem Bericht ging Menche auf die „aktuell schwierige Lage in der Tierschutzarbeit“ ein. Besonders wichtig sei der professionelle Umgang mit den Tieren, sagte Menche. Von der Aufnahme bis zur Übergabe eines Tieres müsse der sorgfältige und gefühlvolle Umgang mit den Tieren im Vordergrund stehen.
- Das Tierheim hat bereits einen Spendenaufruf gestartet.
Dank an Helfer
Menche dankte Spendern und Unterstützern, besonders Evi Hanft und Robert Herrmann für den Einsatz beim Herbstfest. Sein Dank galt Silke Walther für den Verkauf der Christbäume und Helga Baumeister für die selbst hergestellten Strickwaren, die sie zur Verfügung stellt. Wie Menche am Ende sagte, zeigen die erfolgreichen Vermittlungen, dass sich die Arbeit für den Tierschutz lohne.