Wasser wird in Wiesenbronn ab dem 1. Juli teurer. Der Nettopreis steigt pro Kubikmeter von bisher 1,99 auf nunmehr 2,23 Euro. Der Erhöhung stimmte das Ratsgremium in der Sitzung am Dienstagabend in der Sporthalle geschlossen zu. VG-Kämmerin Antje Teutschbein informierte zur Preisgestaltung, dass die Gebührenkalkulation für einen Zeitraum, der vier Jahre betragen kann, nicht von der Verwaltungsgemeinschaft, sondern von außerhalb getroffen werde.

Zu den Gründen der Preiserhöhung führte sie die steigenden Unterhalts- und Stromkosten, Wasserrohrbrüche und die Kosten für die Sachverständigen an. Einige Ratsmitglieder waren verwundert über die hohen Wasserverluste in den vergangenen Jahren, die bis zu 6000 Kubik betrugen. Die Kämmerin verwies auf die Wasserrohrbrüche, "aber man kann derzeit nicht genau sagen, warum der Verlust so hoch ist". Bürgermeister Volkhard Warmdt bat Ratsmitglieder und Einwohner darum, die Augen offen zu halten, um nach Möglichkeit weitere Ursachen für den gravierenden Wasserverlust zu finden.

Lehrerwohnhaus muss saniert werden

Das ehemalige Lehrerwohnhaus, das im Besitz der Gemeinde ist, muss saniert werden. Laut Aussage des Bürgermeisters geht es dabei vor allem um Fenster, Fensterläden, Außenanstrich und das Dach, "die Kostenschätzung liegt bei rund 40 000 Euro". Christian Gebert schlug vor, bei den Fenstern Schallschutzglas einzusetzen und die Läden abzuhängen. Der Bürgermeister verwies darauf, dass gemäß der Gestaltungssatzung Holzfenster vorgeschrieben seien "und es geht jetzt darum, die Renovierung voran zu treiben". Die Sanierungsmaßnahmen wurden bei zwei Gegenstimmen beschlossen.

Im Rechtsstreit zwischen der Gemeinde und der Familie Peter geht es um die Beitragssätze für das Anwesen der Familie in der Schillerstraße. Um einen Vergleich zu erzielen, soll für die Gemeinde Rechtsanwalt Hohmann ermächtigt werden, mit dem Anwalt der Familie zu verhandeln, da der gemeindliche Anwalt schon zu diesem Vorgehen ermutigt habe, erklärte der Bürgermeister. Das Ratskollegium stimmte geschlossen für das Gespräch zwischen beiden Anwälten, um einen Vergleich zu erzielen.

Zuschuss für die Burschenschaft

Die Burschenschaft braucht eine Lagermöglichkeit, um Utensilien für die Brauchtumspflege, wie zum Beispiel den Kirchweihumzug, unterzubringen. Derzeit können sie Gerätschaften und andere notwendige Materialien in der Maschinenhalle von Hans Wolf lagern, wobei ein Zwischenboden für zusätzlichen Lagerraum eingezogen werden soll. Für die Materialkosten beantragen die Burschen einen Zuschuss von 500 Euro. Jan von Wietersheim betonte, dass die Burschenschaft sich stets selbst um Lagermöglichkeiten gekümmert habe. Dem Antrag wurde einstimmig stattgegeben.

Eine längere Diskussion gab es zum Bauantrag für ein Zweifamilienwohnhaus Am Königlein 27 wegen der angestrebten weißen Hausfarbe, die laut Bebauungsplan nicht zulässig ist. Der Rat einigte sich auf die Formulierung, dass eine Baugenehmigung in Aussicht gestellt werde, wenn die weiße Farbe nicht verwendet werde.

VG-Geschäftsstellenleiterin Meike Völkl gab bekannt, dass trotz Corona eine Planung für die diesjährige Ferienpassaktion anlaufen soll und Angebote der Vereine willkommen seien. Annette Prechtel zeigte sich erfreut darüber, dass die entstehende Dorfbücherei im Wachsen sei. "Es fehlen noch Bücher für Kinder und Jugendliche", lautete ihr Appell an eventuelle Spender.