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600 ehrenamtliche Stunden fürs Sportheim


Autor: Hartmut Hess

Wiesenbronn, Montag, 09. Oktober 2017

Die Sportheimsanierung beim SV Wiesenbronn schreitet voran. Der erste Bauabschnitt ist fast fertig. Was erledigt ist und was noch kommt, erfuhren nun die Mitglieder.
Die Vorsitzende des Sportvereins Wiesenbronn, Brigitte Endres-Paul (von links), ehrte die treuen Vereinsmitglieder Michael Peter, Berta Müller, Karl Ackermann, Ilse Wilhelm, Roland Trautmann, Heinz Hösch und Werner Müller.


„Es hat sich seit der letzten Mitgliederversammlung viel getan“, sagte die Vorsitzende des Sportvereins Wiesenbronn, Brigitte Endres-Paul, in der Jahreshauptversammlung im Sportheim. Wichtig war ihr, verkünden zu können, dass sich mit Wilfried Klein ein weiterer stellvertretender Vorsitzender neben Bürgermeisterin Doris Paul gefunden hat.

Großprojekt angelaufen

Zudem übernahm Axel Klein den Posten, den zuvor Wilfried Klein als Sportleiter bekleidet hatte. Daneben ist das Großprojekt Sportheimsanierung angelaufen und die Mitglieder haben dabei viel Eigenleistung eingebracht.

Mit Kinderfasching, drei ausverkauften Theaterabenden, dem Kesselfleischessen, dem Kirchweihtanz und weiteren Veranstaltungen hat der Verein einiges geschultert. Das Weinfest habe heuer ein Rekordergebnis erbracht, so die Vorsitzende. Der Verein habe den Essensstand abgedeckt und so viel Speisen wie nie zuvor verkauft. Die Einnahmen aus Veranstaltungen und Weinfest halfen, die Sportheimsanierung leichter finanzieren zu können.

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Erster Abschnitt angepackt

Der Verein habe mit der Renovierung der Toiletten und Umkleiden den ersten Bauabschnitt der Sportheimsanierung angepackt. Der sei jetzt in den letzten Zügen. Da die Mitglieder viel Eigenleistung in ihrer Freizeit erbracht hätten, habe es zwar länger gedauert als geplant, dafür sei aber viel Geld gespart worden.

Zweiter Abschnitt folgt

Als zweiter Bauabschnitt werden der Gastraum und die Küche in Angriff genommen. Die Arbeiten sollen etwas zügiger über die Bühne gehen, weil der Bereich das Herzstück für Veranstaltungen ist. Der aktuelle Chef des Bauausschusses, Manfred Paul, informierte, dass außer den Fliesenarbeiten alles in Eigenregie erledigt wurde. Die Mitglieder hätten 600 Arbeitsstunden geleistet. Dabei habe Axel Klein die Koordinierung übernommen. Paul kündigte an, dass bei den Bauarbeiten die ehemalige Bar verschwinden werde und der Verein einen weiteren Geräteraum und mehr Stauraum bekomme.

„Ich habe mir zum Ziel gesetzt, bei 1100 Einwohnern, mein Amt einmal mit 1200 Mitgliedern zu übergeben“, sagte Brigitte Endres-Paul. Das ist eine sportliche Zielsetzung, denn, wie Schriftführerin Martina Birth bilanzierte, hatte der Verein zum Jahresbeginn 313 Mitglieder. Kassenwartin Katrin Stenger wies für 2016 ein finanziell ausgeglichenes Jahr aus.

Zuschuss der Gemeinde

Im September 2016 startete die Sportheimsanierung, in die 2016 rund 41 000 Euro investiert wurden, wozu die Gemeinde einen Zuschuss von 22 500 Euro beisteuerte. Paul teilte mit, dass der Verein mittlerweile rund 100 000 Euro für die Bauarbeiten ausgeben hat und im kommendes Jahr ein Kredit nötig werde.

Die Fußballer

Für die Fußballer berichtete Axel Klein, das beide Mannschaften eine Spielgemeinschaft mit dem TSV Castell haben und in der vergangenen Saison mit der ersten und zweiten Mannschaft jeweils Meisterschaften feiern durften. Klein hofft, dass sich in Zukunft Personen für den Thekendienst finden, damit sich die Kicker nach den Heimspielen wieder zusammensetzen können.

Die Berichte aus den Abteilungen Jugendfußball und Tischtennis offenbarten, dass es an Nachwuchs mangelt, dagegen sieht es im Breitensport besser aus. Inzwischen hat sich eine Laufgruppe etabliert, die Gymnastikgruppe erfreue sich guter Resonanz und mittlerweile sei sogar der erste Mann in der Gymnastikgruppe, so Endres-Paul. Sie kündigte an, dass es bald das Angebot einer Seniorengymnastik geben wird.

Ehrungen

„Das mache ich jetzt besonders gerne“, meinte Brigitte Endres-Paul, bevor sie neun Mitglieder für 25 bis 60 Jahre Vereinstreue ehrte. Mit Ehrenurkunde zeichnete sie Lorenz Düll (60 Jahre), Karl Ackermann, Heinrich Hofmann, Heinz Hösch, Werner Müller, Roland Trautmann (alle 50 Jahre), Berta Müller (40 Jahre), sowie Ilse Wilhelm, Michael Peter (25 Jahre), aus.