40 Jahre Gemeinschaftshaus in Reupelsdorf

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Mittlerweile der Mittelpunkt in Reupelsdorf: Das Gemeinschaftshaus wird 40 Jahre, was am Sonntag gefeiert wird.
Foto: Andreas Stöckinger

Ob Heimstätte für die Fußballer und Vereine, Proberaum für die Musikkapelle, Familienfeiern, Wahllokal: Seit 1976 spielt sich im Gemeinschafthaus in Reupelsdorf viel ab.

Vor 40 Jahren entstand im Wiesentheider Ortsteil mit dem Gemeinschaftshaus ein Gebäude, das längst zum Mittelpunkt von Reupelsdorf geworden ist. Ob Heimstätte für die Fußballer und Vereine, Proberaum für die Musikkapelle, Familienfeiern, Wahllokal – hier spielt sich nahezu alles ab. „Ohne das Haus kann man sich den Ort gar nicht vorstellen“, meint nicht nur Reinhard Hümmer, Vorsitzender des Sportvereins. Diesen Sonntag wird das 40-Jährige des Gebäudes gefeiert, am Vormittag mit einem Gottesdienst, am Nachmittag mit einer „Dorf-Olympiade“ der Reupelsdorfer Vereine.

Am Ortsrand, Richtung Wiesentheid, steht das Haus, das der FC Reupelsdorf unterhält und in eigener Regie bewirtet. Seit vergangenem Jahr wurden fünf Gruppen mit acht bis zehn Leuten aus dem Ort gebildet, die jeweils einen Monat für die Bewirtung zuständig sind. „Das klappt gut! Jede Gruppe hat einen Leiter und teilt ein, wer wann Zeit hat“, erläutert Hümmer. Jeweils Donnerstag, Freitag und Sonntag ist offen, ab und an auch an anderen Tagen. In den vergangenen Monaten wurde das Haus wieder hergerichtet. Nahezu alles an elektrischen Leitungen wurde erneuert, eine neue Küche samt neuer Mauern und Fliesen wurden im Vorjahr eingebaut.

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Vieles erfolgte in Eigenleistung, wie einst bei der Entstehung des Hauses. Auslöser war eine Diskussion Anfang des Jahres 1975, als in Reupelsdorf der Wunsch nach einem „Gemeinschaftsraum“ aufkam. Aus dem Raum wurde kurze Zeit etwas Größeres, Wiesentheids damaliger Bürgermeister Heinz-Dieter Wunsch stand dem Ganzen aufgeschlossen gegenüber. Er ließ den Architekten Alois Kohlert ein Gemeinschaftshaus planen, der finanzielle Grundstock wurde mit dem Verkauf der alten Schule im Ort gelegt, was 122 000 Mark einbrachte.

Im Juli 1975 erfolgte der Spatenstich, Richtfest wurde im November des gleichen Jahres gefeiert. Viele Helfer aus dem Ort packten unter der Regie von Peter Braun mit an, so dass das Haus bereits am 17. Juli 1976 eingeweiht werden konnte. Die Kosten für das Gebäude mit einer Nutzfläche von 425 Quadratmetern betrugen dank der vielen Hände nur 180 000 Mark.

„Denkmal uneigennütziger Arbeit für die Allgemeinheit“, „Beispiel für Gemeinschaftssinn“ oder als „Symbol dörflicher Solidarität und Zusammengehörigkeit“ wurde das Haus genannt. Dass es heute noch mit Leben gefüllt ist, zeigt sich nicht nur am Sonntag.

40 Jahre Gemeinschaftshaus: dazu am Sonntag, 17. Juli, um 9.45 Uhr Festgottesdienst und danach Festprogramm; am Nachmittag auch Spiele.