Die Verleihung staatlicher Auszeichnungen für verdiente Kommunalpolitiker war im vergangenen Jahr Corona zum Opfer gefallen. Da Feierstunden immer noch nicht möglich sind, händigte in der Mainbernheimer Stadtratssitzung Bürgermeister Peter Kraus die Urkunden für langjährige Stadtratstätigkeit aus. Ausgezeichnet wurden Herbert Friederich und Rainer Saueracker.

Kommunale Selbstverwaltung funktioniere nur dann, wenn sich immer wieder Bürgerinnen und Bürger in den Dienst für die örtliche Gemeinschaft stellen ließen, Bereitschaft zeigten, ehrenamtlich, uneigennützig und zum Wohle der Allgemeinheit Zeit und Kraft opferten, sagte Bürgermeister Peter Kraus.

Solche Bürger seien der noch amtierende Stadtrat Herbert Friederich (CSU) und der im Mai vergangenen Jahres aus dem Amt ausgeschiedene Rainer Saueracker (Freie Wähler). Ihr ehrenamtliches Wirken beschränke sich aber nicht nur auf 18 Jahre Stadtratstätigkeit. Vielmehr seien sie seit über 40 Jahren Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, langjährig im Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins engagiert und kommunalpolitisch in ihren Ortsverbänden an führender Position aktiv.

Friederich habe mit seiner Erfahrung und seinem ganz eigenen Stil die Fraktion geprägt, deren Sprecher er seit 2014 ist. Auch sei er nun dritter Bürgermeister. Er war Waldreferent und ist nun aktuell Friedhofsreferent. Als "einer aus der Altstadt" habe er stets ein offenes Ohr für die Altstadtbewohner.

Wie Friederich habe auch Rainer Saueracker sein Stadtratsmandat ungeachtet der politischen Herkunft stets zum Wohl der gesamten Bürgerschaft ausgeübt, betonte Kraus. Sein Blick als Mitarbeiter eines großen Versorgungsunternehmens habe manche Entscheidungsfindung erleichtert.