1,1 Millionen Euro für mehr Sicherheit am Aldi-Kreisel

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Die Kreuzung der Straßen 2260/2271, im Volksmund Aldi-Kreuzung genannt, soll durch einen Kreisverkehr entschärft. Der Discounter wird verlegt und vergrößert.
Foto: Guido Chuleck

Eine der unfallträchtigsten Stellen in Volkach, die Kreuzung der Staatsstraßen Richtung Kitzingen und Gerolzhofen, wird nach dem Willen des Stadtrates Volkach entschärft.

Eine der unfallträchtigsten Stellen in Volkach, die Kreuzung der Staatsstraßen 2260 und 2271 (Richtung Kitzingen und Gerolzhofen), wird nach dem Willen des Stadtrates Volkach entschärft. An dieser Stelle, auch als Aldi-Kreuzung bekannt, soll ein fünfarmiger Kreisverkehr entstehen – mit zwei neuen Zufahrten zu den Gewerbegebieten Am Sonnenberg und Am Seelein.

Die Kosten für den Kreisverkehr schätzt der Dettelbacher Architekt Arno Weimann auf gut 1,1 Millionen Euro. An Zuschüssen werden 60 Prozent erwartet, und auch Aldi beteiligt an einem Teil der Restkosten. Denn: Der Kreisverkehr ist nötig, weil der Discounter in ein neues Gebäude mit einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern zieht. Dafür will Aldi das benachbarte und seit Jahren leerstehende Gebäude einer ehemaligen Badfirma abreißen und den Markt neu bauen, sagte Dominik Engel, Leiter der Filialentwicklung des Discounters, in der Sitzung.

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13 000 Fahrzeuge am Tag

Im bisherigen Gebäude wird ein Drogeriefachmarkt einziehen, laut Weimann „keine Konkurrenz zu den Geschäften der Innenstadt“. Alle drei Gebäude werden baurechtlich zu einem Komplex zusammen gezogen und werden über eine neue Bushaltestelle in der Nähe erreichbar sein. Die Discothek Mint und das Restaurant Sandman bleiben bestehen. Die Sackgasse, bislang die Zufahrt zum Motorradhändler Perschall, gehöre dann Aldi. Die Zufahrt zu Perschall wird neu geregelt.

Mit dem Kreisverkehr werde das gesamte Gewerbegebiet besser zu erreichen sein, fuhr Weimann fort. Der Kreisel selbst wird mit einem Außendurchmesser von 50 Metern zu den größeren seiner Art zählen, und wegen des Hochwasserschutzes werde er auch um 70 Zentimeter „angehoben“. Insgesamt erwartet Weimann einen „besseren Durchfluss von den gut 13 000 Fahrzeugen, die dort pro Tag entlang fahren“. Im Grunde bleibt es bei der Kreuzung Richtung Kitzingen und Gerolzhofen, dann natürlich im Kreis, und zwei weitere Arme ragen in die beiden Gewerbegebiete hinein. Der Arm Richtung Aldi wird wie ein kleiner Knick unterhalb des dann neuen Drogeriefachmarktes führen, und an dem wird sich Aldi, so Dominik Engel, „mit bis zu einem Fünftel“ beteiligen.

Bedenken gegen den Kreisverkehr kamen von Jochen Flammersberger, dem der Kreisel nach eigener Aussage zwar „gut“ gefällt, aber dahinter einen „Teilbereich der Sonderbaulast für die Umgehung“ vermutet. Er bat darum, das endgültige Urteil über das Bürgerbegehren abzuwarten.

Mögliche Trasse der Umgehung

Der Kreisel habe nichts mit der Sonderbaulast zu tun, entgegnete Kornell. „Baut der Staat, zahlt er selbst 60 Prozent und wir den Rest, jetzt sind wir der Bauträger, und der Staat bezuschusst uns.“ Dass ein Arm des Kreisels in Richtung Gerolzhofen und somit eine der möglichen Trassen der mittlerweile unsicheren Umgehung führe, bezeichnete Dieter Söllner als „Zufall“. Es wäre ein Scherz, sagte Söllner weiter, „wenn wir dieser optimalen Lösung an genau dieser Stelle nicht zustimmen würden“.

Mit 16:3 stimmte der Rat dem Kreisel zu.