Druckartikel: Vogelgrippe im Landkreis Hof: Vorsichtsmaßnahmen für Geflügelhalter

Vogelgrippe im Landkreis Hof: Vorsichtsmaßnahmen für Geflügelhalter


Autor: Redaktion

LKR Hof, Donnerstag, 05. März 2026

Im Landkreis Hof wurde bei einer Kanadagans am Förmitzspeicher die Vogelgrippe festgestellt. Geflügelhalter und Bürger werden zur erhöhten Vorsicht und zum Schutz vor dem Virus aufgerufen.


Im Bereich des Förmitzspeichers im Landkreis Hof ist bei einem Wildvogel die Aviäre Influenza (Vogelgrippe) bestätigt worden. Bei einer tot aufgefundenen Kanadagans wurde der Erreger nachgewiesen. Das Veterinäramt aus dem Landkreis Hof wurde vom Wasserwirtschaftsamt über den Fund der verendeten Kanadagans am Förmitzspeicher informiert. Wegen der aktuell gehäuften Fälle von Vogelgrippe bei Wildvögeln in der Region wurde das Tier zur Untersuchung an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) nach Erlangen geschickt. Als Ergebnis wurde das Influenza-A-Virus festgestellt. In einer weiteren Analyse durch das Friedrich-Löffler-Institut wurde ein hochpathogener Virustyp, also die Vogelgrippe, bestätigt.

Derzeit sind laut Veterinäramt keine verpflichtenden Schutzmaßnahmen vorgeschrieben. Trotzdem empfiehlt das Veterinäramt im Landkreis Hof erhöhte Aufmerksamkeit bei allen, die Geflügel halten. Besonders Halterinnen und Halter von Hühnern und Puten mit Freilandhaltung sollten ihre Vorsorge verstärken. So können sie verhindern, dass das Virus in ihre Bestände gelangt. Hühner und Puten reagieren besonders empfindlich auf die Vogelgrippe. Ein Ausbruch im Bestand führt meist in kurzer Zeit zu vielen Tierverlusten. Dann müssten viele Maßnahmen umgesetzt werden, wie zum Beispiel die Tötung aller Tiere im Bestand und Einschränkungen beim Tierverkehr.

Geflügelhalter werden gebeten, folgende Regeln einzuhalten:

- Ställe gut sichern

- Nur nötigsten Besuch zulassen

- Schutzkleidung im Stall tragen

- Schuhe vor Betreten wechseln oder desinfizieren

- Hände gründlich waschen

- Gerätschaften und Fahrzeuge regelmäßig reinigen

- Futter und Einstreu sicher vor Wildvögeln lagern

- Füttern nur im Stall

- Kein Oberflächenwasser für die Tiere verwenden

- Schadnager gezielt bekämpfen

Mit diesen Maßnahmen, der sogenannten Biosicherheit, kann das Risiko einer Einschleppung des Virus stark reduziert werden. Außerdem sollten Geflügelhalter bei ungewöhnlich vielen toten Tieren umgehend eine Tierärztin oder einen Tierarzt informieren.

Schon drei verendete Tiere an einem Tag in kleinen Beständen gelten als Warnsignal. Zudem werden alle dem Landkreis bekannten Geflügelhaltungen rund um den Förmitzspeicher direkt vom Veterinäramt benachrichtigt. Auch für Bürgerinnen und Bürger gibt es Hinweise: Tote oder kranke Wildvögel sollten nicht angefasst werden. Wer tote Wasser- oder Greifvögel findet, kann dies dem Veterinäramt melden. Im Gebiet am Förmitzspeicher sollten Hunde vorsichtshalber angeleint werden. Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts ist das Risiko für die Allgemeinheit sehr gering. Nur Menschen mit engem Kontakt zu infizierten Tieren könnten gefährdet sein. In Deutschland gab es bisher noch keine Übertragung auf Menschen.

Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung.