Stadt Hof stellt Zeitplan für Brücken-Sanierung und -Neubau vor
Autor: Redaktion
Hof, Donnerstag, 19. März 2026
Die Stadt Hof hat den Zeitplan für Brücken-Sanierungsprojekte im Stadtgebiet vorgestellt.
Die Stadt Hof informierte im Bauausschuss am 17. März 2026 über den aktuellen Stand und den geplanten Zeitrahmen für wichtige Brückenbauwerke im Stadtgebiet. Im Mittelpunkt stehen die Michaelisbrücke und die Friedrich-Ebert-Brücke, die beide in den kommenden Jahren saniert beziehungsweise ersetzt werden müssen.
Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD): "Brücken sind zentrale Bausteine unserer städtischen Infrastruktur. Wir müssen rechtzeitig handeln, um die Sicherheit und die Funktionsfähigkeit unserer Verkehrswege zu gewährleisten. Deshalb planen wir die notwendigen Maßnahmen Schritt für Schritt und mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf."
Im Innenstadtgebiet von Hof übernehmen drei Brücken eine besondere Rolle für den Verkehr, insbesondere auch für Schwerlastverkehr: die Angerbrücke, die Friedrich-Ebert-Brücke und die Michaelisbrücke. Die Angerbrücke wird derzeit neu errichtet und soll voraussichtlich bis Ende 2026 wieder vollständig für den Verkehr - auch für schwere Fahrzeuge - zur Verfügung stehen. Sie wird künftig eine wichtige Ausweichverbindung bilden, falls auf den anderen Querungen Einschränkungen auftreten.
Die Friedrich-Ebert-Brücke am Hofer Hallenbad stammt aus dem Jahr 1948 und ist derzeit für eine maximale Traglast von 24 Tonnen zugelassen. Aufgrund erheblicher baulicher Schäden wurde sie bereits im Juni 2023 von drei auf zwei Fahrspuren reduziert. Die Brücke gilt als nicht mehr wirtschaftlich instandsetzbar. Daher ist ein Ersatzneubau für die Jahre 2028 bis 2029 vorgesehen.
Die Michaelisbrücke wurde 1979 errichtet und ist für eine Tragfähigkeit von 60 Tonnen ausgelegt. Eine im Jahr 2023 durchgeführte Schadensanalyse zeigte jedoch erhebliche Schäden an den Widerlagern, die unter anderem durch Chlorideinträge entstanden sind. Um eine weitere Beschleunigung der Schäden zu verhindern, soll die Brücke nach Fertigstellung der Angerbrücke instandgesetzt werden.
Für die Planung der notwendigen Sanierungsmaßnahmen wurde ein mehrstufiges Verfahren vorgesehen. Zunächst wird eine Vorplanung mit Nachrechnung der Tragfähigkeit erstellt. Die Ergebnisse dieser ersten Stufe werden bis Ende Juli 2026 erwartet und bilden die Grundlage für die Entscheidung über das weitere Vorgehen. Im Anschluss folgen gegebenenfalls Entwurfs- und Genehmigungsplanung sowie die Ausführungsplanung, sodass eine Sanierung der Michaelisbrücke im Jahr 2027 umgesetzt werden kann.
Neben diesen innerstädtischen Projekten läuft auch die Vorbereitung für den Ersatzneubau der Bahnbrücke in Unterkotzau weiter. Der Stadtrat hatte den Neubau bereits im Februar 2025 beschlossen. Anfang 2026 wurde der Förderantrag bei der Regierung von Oberfranken gestellt. Parallel dazu wurden die notwendigen Ingenieurleistungen für Bauoberleitung, örtliche Bauüberwachung und die Steuerung der bahnbezogenen Leistungen ausgeschrieben. Damit wird das Projekt planmäßig weiter vorbereitet. Eine Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn wird erwartet, sobald die abgestimmte und unterschriebene Eisenbahnkreuzungsvereinbarung vorliegt.