Patient stirbt nach Implantat-Explosion - Urteil gegen Ärzte gefallen

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In Hof waren zwei Ärzte angeklagt, weil sie durch einen Operationsfehler einen Patienten getötet haben sollen. Nun wurden sie wegen fahrlässiger Tötung verurteilt.

Update, 27.09.2023: Patient stirbt nach Implantat-Explosion - Ärzte zu Geldstrafen verurteilt

Das Landgericht Hof hat zwei Ärzte wegen fahrlässiger Tötung zu Geldstrafen verurteilt. Einer der Angeklagten bekam am Mittwoch eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu 210 Euro, der andere Angeklagte wurde zu 120 Tagessätzen zu 130 Euro verurteilt, wie ein Gerichtssprecher sagte.

Vor Gericht verantworten mussten sich die Mediziner wegen einer folgenschweren Operation: Laut Anklage kam es bei dem Vorfall im Jahr 2017 zu einer explosionsartigen Verpuffung im Körper des Patienten. Dadurch seien seine Luftröhre und seine Lunge schwer beschädigt worden. Etwa drei Wochen später starb der Mann in einer Nürnberger Spezialklinik.

Die Ärzte hatten dem Patienten eine Gefäßstütze, einen sogenannten Stent, aus der Luftröhre entfernen wollen. Dabei verwendeten sie einen Laser, daraufhin kam es zur Verpuffung. Die Verteidiger der beiden angeklagten Mediziner hatten einen Freispruch gefordert. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Ursprungsmeldung: Ärzte vor Gericht - Implantat löst Explosion in Körper aus und Patient stirbt

Wegen einer mutmaßlich fehlerhaften Operation mit Todesfolge müssen sich zwei Ärzte seit Dienstag (12. September 2023) vor dem Landgericht Hof verantworten. Laut Anklage kam es bei dem Vorfall im Jahr 2017 zu einer explosionsartigen Verpuffung im Körper des Patienten. Dadurch seien seine Luftröhre und seine Lunge schwer beschädigt worden. Etwa drei Wochen später starb der Mann in einer Nürnberger Spezialklinik.

Die beiden Mediziner sind wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zufolge wollten die Ärzte dem Patienten eine Gefäßstütze, einen sogenannten Stent, aus der Luftröhre entfernen. Dieser sei ihm knapp ein Jahr zuvor eingesetzt worden, hieß es.

Ärzte wollen Implantat mit Laser spalten: Dieses ist nicht dafür geeignet

Nach mehreren erfolglosen Versuchen, das Implantat zu entfernen, hätten die Ärzte versucht, dieses per Laser zu spalten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft widersprach dies den Regeln der ärztlichen Kunst, da der Stent aus brennbarem Silikon bestand. Unmittelbar nach dem Lasereinsatz sei es zu der Verpuffung gekommen, heißt es in der Anklageschrift. Obwohl sich der Gesundheitszustand des Patienten nach dem Vorfall erheblich verschlechtert habe, hätten die Mediziner erst elf Tage später seine Verlegung in die Spezialklinik veranlasst.

In dem Strafprozess sind insgesamt sieben Verhandlungstage angesetzt. Mit einem Urteil ist Ende September zu rechnen.

Vorschaubild: © Bild von Sasin Tipchai/Pixabay (Symbolbild)