Im Raum Hof beteiligen sich inzwischen 20 Hausärzte an einem Projekt zur Corona-Schutzimpfung in ihren Praxen. Das berichtet das Landratsamt Hof am Samstag (27. März 2021). Was bayernweit ab April erprobt werden soll, wird im Hofer Land demnach bereits seit drei Wochen praktiziert: 20 Hausarztpraxen in Stadt und Landkreis Hof beteiligen sich mittlerweile an dem Pilotprojekt, das das Impfen vor Ort in den jeweiligen Praxen ermöglicht. 

"Bereits zu Beginn der Impfungen haben wir die Hausärzte mobilisiert und als mobile Impfung-Teams in die Seniorenheime geschickt", erklärt Ulrich Voit, selbst impfender Hausarzt aus Schwarzenbach am Wald und Koordinator des Projekts. "Dies hat uns für das jetzige Hausarztprojekt inspiriert. Wir haben zunächst mit zwölf Praxen begonnen. In dieser Woche haben wir um weitere acht Hausärzte aufgestockt und wollen dies auch weiterhin tun."

Corona-Impfung im Raum Hof: Hausärzte können von Priorisierung abweichen

Um den Hausärzten einen flexibleren Handlungsspielraum zu ermöglichen, hatten Stadt und Landkreis Hof vergangene Woche die Impfverordnung unter anderem dahingehend verändert, dass die Hausärzte bei chronisch Kranken und Patienten mit Vorerkrankungen von der Impfpriorisierung abweichen können. "Diese Entscheidung hat sich bewährt“, sagt Landrat Oliver Bär. "Die Hausärzte kennen ihre Patienten genau und können nach Vorerkrankungen, beruflichen und privaten Umfeld am besten abwägen, wer geimpft werden soll.“ 
Rund 4000 Impfungen konnten auf diese Weise bereits in den teilnehmenden Praxen durchgeführt werden. 

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"Unsere Hausärzte sind eine wichtige Säule, um die Quantität der Impfdosen, die wir derzeit zusätzlich erhalten, auch schnell verimpft zu können", so Oberbürgermeisterin Eva Döhla. "Darüber hinaus fühlen sich die Menschen an der Seite ihres Hausarztes sicher. Das ist ein großer Vorteil des Hausarzt-Modells." Ulrich Voit ergänzt: "Wenn künftig mehr Impfstoff zur Verfügung gestellt bekommen, werden wir auf Grund der Tatsache, dass wir in unseren Arztpraxen bereits seit drei Wochen impfen, einen großen Vorsprung haben. Denn wir sind top vorbereitet.“

Damit bilde das Hausarzt-Modell gemeinsam mit den Impfzentren in Hof und Helmbrechts ein ideales Zusammenspiel, sind sich Landrat und Oberbürgermeisterin einig. Die jeweiligen Vorteile könnten so optimal ausgeschöpft werden. "Wir sind unseren Hausärzten sehr dankbar, dass sie gemeinsam mit uns diesen Weg vorangegangen sind und uns damit in unserem Bestreben unterstützen, unsere Region so schnell wie möglich zu immunisieren und allen Bürgerinnen und Bürgern im Hofer Land bis Juli ein Impfangebot machen zu können“, erklärt Landrat Bär. 

Mehr als 26.000 Impfungen seit Ende Dezember

Seit Beginn der Impfungen Ende Dezember wurden in Stadt und Landkreis Hof insgesamt 26.843 Impfungen durchgeführt. Davon 19.519 Erstimpfungen, 7324 Personen haben bereits die zweite Impfung erhalten. Das entspricht dem Landratsamt zufolge einer Impfquote von rund 14 Prozent.

Unterdessen meldet das Landratsamt Hof am Samstag 49 neue Corona-Infektionen - sowie einen weiteren Todesfall.

 

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