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55 Jahre Bundeswehrstandort: Stadt Hof feiert Jubiläum


Autor: Redaktion

Hof, Mittwoch, 17. Juni 2026

Die Stadt Hof feiert das 55-jährige Jubiläum als Bundeswehrstandort. Mit einem Festakt wurde ein Zeichen der Verbundenheit zwischen Stadt und Bundeswehr gesetzt.
Die Stadt Hof hat am 15. Juni 2026 das 55-jährige Jubiläum als Bundeswehrstandort gefeiert.


Am Montag (15. Juni 2026), dem 2. Nationalen Veteranentag, wurde das 55-jährige Bestehen des Bundeswehrstandorts in Hof gefeiert. Die Oberfrankenkaserne ist die letzte verbliebene Kaserne in Oberfranken. Zu diesem Anlass schlossen die Stadt Hof und die Zentrale Untersuchungsstelle der Bundeswehr für Technische Aufklärung (ZU-Stelle) eine Patenschaft. Die Patenschaftsurkunde wurde im Rahmen eines feierlichen Appells vor der Marienkirche in der Hofer Altstadt unterzeichnet.

Oberbürgermeister Stefan Schmalfuß begrüßte dieses sichtbare Zeichen der Verbundenheit: "55 Jahre Bundeswehrstandort Hof - das sind 55 Jahre Sicherheit, Zuverlässigkeit und Vertrauen. Wir sind sehr stolz auf die Arbeit der Soldaten und wollen auch künftig ein verlässlicher Partner für sie sein.

Dieser Wille soll mit der geschlossenen Patenschaft noch einmal unterstrichen werden und zeigen, wie sehr wir den Einsatz der Soldaten schätzen - sowohl in allen Bereichen des kommunalen Lebens als auch bei der Sicherung des Friedens und unserer Demokratie." Geleitet wird die ZU-Stelle von Oberst Torsten Grefe. Der Standortälteste war es auch, der die Patenschaft mit der Stadt Hof angeregt hatte.

Über die Zentrale Untersuchungsstelle der Bundeswehr für Technische Aufklärung

Heute kennen wir die ZU-Stelle als Oberfrankenkaserne. Bis zum Zusammenbruch des Warschauer Paktes und der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die Dienststelle unter dem Namen "Fernmelde- und Radarstelle der Bundeswehr" geführt. Mit den Auslandseinsätzen der Bundeswehr kamen wesentliche neue Tätigkeitsfelder hinzu.

Die ZU-Stelle ist eine militärische Dienststelle der Bundeswehr und eine Einheit der Teilstreitkraft CIR, die den Cyber- und Informationsraum umfasst. Sie ist dem Kommando Aufklärung und Wirkung unmittelbar nachgeordnet. Die Oberfrankenkaserne nimmt innerhalb der Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung eine einzigartige Stellung ein und ist das Bindeglied zwischen technisch-wissenschaftlicher Arbeit und deren praktischer Umsetzung für den Einsatz der Bundeswehr. Am Standort Hof sind derzeit 450 Bedienstete tätig.

Patenschaften der Bundeswehr

Nach den Statuten des Bundesministeriums für Verteidigung dürfen Patenschaften dieser Art grundsätzlich nur mit einem Bundesland oder einer Stadt abgeschlossen werden. Außerdem soll ein regionaler Bezug bestehen und damit die Verbundenheit zwischen ziviler Bevölkerung und Soldaten gezeigt werden.

Patenschaften von Städten und Gemeinden mit Einheiten und Verbänden der Bundeswehr werden freiwillig eingegangen und beruhen auf Gegenseitigkeit. Sie schaffen keine Abhängigkeiten und können jederzeit aufgelöst werden. Mit der Patenschaft sind keine Leistungserwartungen verknüpft – weder finanzieller noch materieller Art.

Viele Städte, Gemeinden und Landkreise haben bereits eine Patenschaft mit einem Truppenteil der Bundeswehr abgeschlossen bzw. eine Patenschaft für eine Kaserne der Bundeswehr oder für ein Kriegsschiff der Bundesmarine übernommen. Ziel ist es, die Bundeswehr stärker in Staat und Gesellschaft einzubinden. Daneben soll dadurch auch die Akzeptanz der Bundeswehr in der Bevölkerung erhöht werden.

Wie genau die Patenschaft ausgestaltet wird, ist den Beteiligten überlassen. Mit beispielsweise Besichtigungsfahrten, Vorträgen, Diskussionen, Seminaren, kulturellen Veranstaltungen, sozialen Aktivitäten und gemeinsamen sportlichen Wettkämpfen kann die Patenschaft gestärkt werden. Es ist auch möglich, dass die Truppe zu dienstlichen Veranstaltungen geselliger Art einlädt oder dass Abgeordnete der Bundeswehr an Veranstaltungen in Hof teilnehmen, wie zum Beispiel dem Schlappentag oder dem Volksfest.

Patenboot "Alster"

Die Patenschaft mit der Zentralen Untersuchungsstelle der Bundeswehr für Technische Aufklärung ist bereits die zweite Patenschaft der Stadt Hof dieser Art. Bereits seit 1974 besteht eine Patenschaft mit der Deutschen Bundesmarine – zunächst gemeinsam mit der Marinekameradschaft Admiral Scheer Hof e. V. für das Binnenminensuchboot "Frauenlob" und nach dessen Außerdienststellung im Jahr 2002 gemeinsam mit dem Marine-Verein Hof für das Flottendienstboot "Alster".

Die Verbundenheit zwischen der Stadt Hof, dem Flottendienstboot Alster und dem Marine-Verein Hof wird seit Jahren gepflegt. Dank der Organisation des Marine-Vereins Hof konnte auch in diesem Jahr wieder eine Delegation aus Soldaten vom Marine-Stützpunkt in Kiel für ein Wochenende nach Hof reisen und damit die gelebte Patenschaft weiter vertiefen.

Die ehemalige oberfränkische Regierungspräsidentin Frau Heidrun Piwernetz sprach bei einem Besuch in Hof vom "Selbstverständnis, mit dem die Bundeswehr an diesem einzigartigen Standort in der Region Oberfranken verankert und akzeptiert ist".

Auch Brigadegeneral Dag Baehr versicherte bei seinem Besuch, dass die ZU-Stelle alternativlos am Standort Hof verortet ist, da die Angehörigen der Dienststelle hier in Hof die technischen Grundlagen für Einsätze weltweit und den Schutz der eigenen Kräfte gewährleisten.

Bei diesem Text handelt es sich um eine Pressemitteilung.