Eine offizielle Büttensitzung gibt es in Sand nicht. Als Ersatz dafür kann man die Faschingsveranstaltung des Seniorenkreises sehen, die einer Büttensitzung gleich kommt. Unter Seniorenkreisleiter Gerhard Zösch, der geschickt durch das Programm führte, blieb bei der Faschingssitzung der Sander Senioren auch in diesem Jahr kein Auge trocken.

Im Pfarrsaal des St. Franziskus-Heimes wurden die Senioreninnen und Senioren aus Sand und ihre Gäste vom Seniorenkreis Knetzgau von Alleinunterhalter Dieter Dürnhöfer musikalisch in Stimmung gebracht. Und schon ging es auch auf der Bühne los, denn Seniorenkreisleiter Gerhard Zösch stellte in Anspielung auf den Faschingszug am kommenden Sonntag fest: "Wenn es Sander Wein regnet und Käsekuchen schneit, dann beten wir zu Gott, dass das Wetter so bleibt".

Nach einleitenden Faschings- und Schunkelliedern des Seniorenchores brach Martha Werner mit ihrer Büttenrede eine
Lanze für vollschlanke Frauen, indem sie feststellte: "Mollig ist herrlich, mollig ist schön". Nach ihr betrat Diakon Bernhard Trunk die Bühne. Als "Ausscheller" ließ er das rückliegende Jahr nochmals humorvoll Revue passieren, wobei er die fehlenden Hostien in der Kirche ebenso erwähnte, wie den Bischofsbesuch, die 875-Jahrfeier und das Weinfest mit der Übertragung des dem WM-Sieges. Auch für den Träubelesbrunnen hatte er eine Lösung parat: "Den schenken wir den Zeilern für ihren Kreisel", so der Redner.

Weiter ging es mit dem Seniorenchor mit einem Loblied auf "waschechte Sander". Dann hielt Bürgermeister Bernhard Ruß eine von vielen Sprichwörtern gespickte Rede. "Wer nicht liebt Weib, Wein und Gesang, bleibt ein Narr sein Leben lang".

Die "Klageweiber" brachten die Besucher ebenfalls zum Lachen, indem sie mit dem Rollator zum Friedhof fahren und das "Navi" da sagt: "Ziel erreicht".

Zum Staunen war der anschließende Gardetanz der "Minis" vom TV Sand, die sich sofort in die Herzen des Publikums tanzten. Auch der zehnjährige Hannes Wittig erhielt viel Applaus und Lacher für seine Witze und seinen Vortrag, als er ausführte. "Wirst Du von den Eltern zum Opa und Oma "abgeschoben, bist Du bestens aufgehoben".

Als "Hausarzt berichtete Florian Zösch über so manche (Schein-) Krankheit seiner Patienten um am Ende zu verkünden. "Ich träume von einer Praxis auf dem Land. Natürlich einer im schönen Sand". Weitere Auftritte hatten Marianne Neeb als "Rosen-Resi", Gerhard Zösch und Bernhard Krines als "Strohwitwer", Edeltraud Schnapp als Prototyp einer "Senioren-Weinkönigin", Rosemarie Zwillich als Krapfenbäckerin Inge Seelmann mit der " Waldkapelle", und ie Sänger vom Gesangverein 1900, die das Ortsgeschehen gesanglich glossierten.